Intels Ultrabook-Konzept ein Flop?

Industrie zeigt sich abgeneigt

Intels Ultrabooks sollen die Lücke zwischen Net- und Notebooks schließen. Sie stehen für sehr dünne und leichte Laptops, die dennoch viel Rechenleistung bieten. Laut Daiwa Securities Group eignet sich das Konzept allerdings nicht, um den Notebook-Markt anzukurbeln: „Wir sehen 2011 kein Notebook-Wachstum auf dem globalen Markt mehr voraus und glauben nicht daran, dass Intels Ultrabooks allein 2012 für Wachstum sorgen können“, bestätigt Calvin Huang, ein Analyst der Firma. Huang glaubt vielmehr, dass Ultrabooks eher Premium-Notebooks kannibalisieren und zu Gewinneinbrüchen führen.

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Laut Huang seien Ultrabooks im Ergebnis nur alter Wein in neuen Schläuchen: Intel senke lediglich die Preise für Ultra-Low-Voltage-CPUs und wolle die dünnen und leichten Luxus-Notebooks zu einem günstigeren Preis für den Massenmarkt anbieten. Damit die Ultrabooks aber beispielsweise mit Apples beliebtem MacBook Air mithalten können, seien teure Komponenten, wie dünne Displays, SSDs, Metallgehäuse, etc. notwendig. Die Aussichten für Hersteller mit Ultrabooks Gewinn zu machen, sinken durch die teuren Komponenten.

Huang glaubt somit nicht einmal, dass andere Hersteller Ultrabooks zu gleichem Preis wie Apples MacBook Air anbieten können, da Apple den Preis eben drücke, weil das Unternehmen so hohe Stückzahlen weniger Komponenten fertigen lasse. Ultrabooks, die teurer als MacBooks seien, sind laut Huang aber nur abermals teure Premium-Notebooks, die es ohnehin schon am Markt gibt.

Folgerichtig zweifeln laut Huang auch die Hersteller an Intels Ultrabook-Konzept und warten auf mehr Details seitens Intel. Erste Produkte könnten sich somit verzögern, so dass erste Ultrabooks eventuell erst im Oktober erscheinen.

Quelle: FocusTaiwan

André Westphal

Redakteur

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