TSMC senkt Erwartungen an 28 nm

Setzt Gewinnerwartungen niedriger an als zuvor

TSMC hat seine Erwartungen an die Gewinne aus dem 28-Nanometer-Prozess für 2011 gesenkt. Man begründet diese Strategie damit, dass die Aufträge für den 40-Nanometer-Prozess noch einmal angezogen haben und viele Kunden erst später auf die 28-nm-Fertigung umsteigen wollen. Bis Ende des Jahres erwartet man demnach nur 1 % seiner Gesamteinnahmen durch den 28-nm-Prozess zu erwirtschaften. Die Produktion selbst soll aber wie erwartet voranschreiten und die Chipausbeute sehr gut ausfallen.

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TSMC-Geschäftsführer Morris Change erklärt: „Wir hatten schon 89 Tape-Outs für spezifische Produkte im 28-Nanometer-Verfahren und immer wurden alle Termine eingehalten. Das Silizium war stets funktionsfähig und die Ausbeute ist zufriedenstellend. Aber der Bedarf nach 28-nm-Chips zieht langsamer an als zunächst angenommen, weil die Wirtschaft stockt und man dieses Jahr keine so große Nachfrage mehr erwartet.“ Im Klartext: viele Firmen wollen erst nächstes Jahr neue Chips im 28-nm-Verfahren einsetzen, weil die Wirtschaftslage schlecht ist.

Zunächst hatte TSMC angenommen, in diesem Jahr 2 bis 3 % seiner Gesamteinnahmen durch die 28-nm-Fertigung zu generieren. Aktuell geht man nur noch von 1 % aus. Wiederholt schließt man aber Fertigungsprobleme aus und macht allein die Wirtschaftslage dafür verantwortlich.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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