Intel mit Hardware-Identifizierung

Passwörter mit Hardware-Authentifikation verbinden

Intel will in Zukunft über seine Chips eine Authentifikations-Technik implementieren, die Websites erlauben soll zu verfizieren, dass die Anwender wirklich selbst über ihren eigenen Rechner auf geschützte Inhalte zugreifen. Auf diese Weise erhöht sich die Sicherheit von Online-Konten. Intels „Identity Protection Technology“ soll seinen Weg in PCs der Hersteller HP, Lenovo, Sony, etc. mit Core- bzw. Core-vPro-Chips finden. Intels Marketing-Leiterin für die Authentifikations-Technik, Jennifer Gilburg, erklärt die Technik garantiere die Sicherheit, selbst wenn ein Passwort gehackt worden sei.

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Ist Intels Identity Protection aktiv, erlaubt jene nur Zugang auf geschützte Kontodaten, wenn der Anwender an einem ganz bestimmten Rechner sitzt. Websites erfassen beim erstmaligen Einloggen die jeweilige, individuelle CPU und weisen ihr einen Code zu. Dieser wird dann jedes Mal bei erneutem Zugriff überprüft. Die Intel-CPU kommuniziert dann laufend mit der jeweiligen Website und tauscht alle 30 Sekunden einen neuen Code aus.

eBay und Paypal wollen Intels Technik in Kürze als Option anbieten. Verhandlungen mit Amazon und Google laufen aktuell.

Problematisch sind die weiteren Anwendungsmöglichkeiten: Etwa ließen sich die CPUs / PCs nun auch eventuell durch dritte Parteien klar identifizieren. So könnte es sein, dass die Hacker der Musik- und Filmindustrie Intels Authentifikationssystem nutzen, um Raubkopierer zu enttarnen. Angesichts der aktuellen Kontroverse um die Bundestrojaner ist auch seitens der Regierung von Interesse auszugehen. Auch die Werbeindustrie hat ein hohes Interesse daran Nutzer klar zu identifizieren und dann Daten über sie zu horten. Die Gefahr liegt also darin, dass sich die Überwachung der Internetnutzer unbemerkt ausweitet.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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