Michael Pachter verspottet Nintendo

Bezeichnet Nintendo als "Loser"

Der Analyst Michael Pachter ist für sein freches Mundwerk nur allzu bekannt – so moderiert er für GameTrailers beispielsweise die Reihe „Pach Attack“. Während einer Diskussionsrunde auf der CES 2012 diskutierte er mit anderen Branchenkennern über die Zukunft der klassischen Spielekonsolen. Laut Pachter haben Konsolen weiterhin eine lange Zukunft vor sich. Allerdings hatte der Analyst für einen der Hersteller, Nintendo, hauptsächlich Spott übrig: So bezeichnete Pachter Nintendo als „Loser“, der nicht einmal wisse, „dass es soetwas wie das Internet gibt“.

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Pachter sieht beispielsweise Filmstudios als große Gewinner der aktuellen Konsolengeneration, da sie ihre Inhalte nun direkt über Online-Netzwerke wie das Playstation Network und Xbox Live zu den Anwendern bringen können. Sollte Nintendo die Online-Potentiale wiederum nicht endlich für sich erschließen, werde das Unternehmen als Verlierer dastehen. Bereits jetzt läge das japanische Unternehmen stark hinter Microsoft und Sony zurück.

Pachter bekräftigt, dass der große Vorteil der Xbox 360 und Playstation 3 sei, dass die Konsolen bereits eine loyale Anhängerschaft hätten. Zwar gäbe es in den Wohnzimmern mittlerweile viele internetfähige Geräte, aber im Vergleich zu den Spielekonsolen seien alle anderen Nischenprodukte. Deswegen glaubt Pachter auch an weitere Konsolengenerationen und zieht den Vergleich zu CDs: Theoretisch könnten Anwender ihre Musik mittlerweile vollständig als digitale Dateien erwerben und auf CDs verzichten. Dennoch verkaufen CDs sich weiter. Ähnlich werde es seiner Ansicht nach mit den Konsolen verlaufen. Kein Entwickler oder gar Konsolenhersteller werde von heute auf morgen radikal nur auf Cloud-Dienste umsteigen.

So schließt Pachter damit, dass zukünftige Konsolengenerationen vielleicht langsam weniger Käufer finden würden, der Wechsel zu reinem Cloud-Gaming werde sich aber noch Jahrzehnte hinziehen. Einzig Nintendo sieht er vor dem Aus, wenn das Unternehmen sich nicht endlich darüber informiere, welche Möglichkeiten es online nutzen könne und müsse.

Quelle: IndustryGamers

André Westphal

Redakteur

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