Windows 8 mit „Kill-Switch“

Umstrittene Sicherheitsfunktion hält Einzug

Apple und Google nutzen in iOS bzw. Android sogenannte „Kill Switches“: Mithilfe dieser Funktion können die Firmen Apps aus Apples App Store bzw. Googles Android Marketplace aus der Ferne und ohne Einbeziehung des jeweiligen Anwenders modifizieren oder gänzlich löschen. Es handelt sich um eine Sicherheitsfunktion, die vor schädlicher Software schützen soll. Allerdings sind die Kill Switches durchaus umstritten. Kritiker sehen darin eine Gefahr für die Daten und Privatsphäre der Nutzer. Jetzt ist durchgesickert, dass auch Microsoft in Windows 8 für Apps Kill Switches nutzen will.

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Die Funktion soll nur für Apps aus dem Windows Store greifen: Microsoft kann und wird also nicht auf einmal Firefox vom Rechner löschen. Dennoch ist die Implementation aus oben genannten Gründen umstritten. Microsoft selbst erklärt lediglich, dass die Sicherheitsfunktion notwendig sei und man nicht auf Programme zugreifen könne, die aus anderen Quellen als dem Windows Store stammen. Für Anwender sei der Kill Switch eine begrüßenswerte Funktion, der die Sicherheit des kommenden Betriebssystems verbessere.

Die Gefahr der Funktion liegt aber neben potentiellen Datenverlusten und unerlaubten Zugriffen auf private Daten darin, dass beispielsweise theoretisch Regierungen Microsoft drängen könnte bestimmte, bereits veröffentlichte Inhalte zu entfernen. Theoretisch sind Kill Switches zwar eine Bereicherung der Sicherheitsfunktionen, können aber eben in der Praxis missbraucht werden.

Quelle: BusinessWeek

André Westphal

Redakteur

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