GeForce GTX 680 von Zotac - Seite 3

Nvidia Kepler: Neue Grafikkarte, neue Architektur, neue Features

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Features: GPU Boost

Neben der neuen Kepler Architektur führt Nvidia mit der GeForce GTX 680 auch einige neue Features ein. Diese basieren nur teilweise auf dem neuen Grafikchip, so dass manche Neuheiten mit einem entsprechenden Treiber-Update auch auf älteren Grafikkarten nutzbar sein werden.

GPU Boost wurde schon angesprochen, ohne den Namen zu nennen. Dies ist die automatische Anhebung des Chiptaktes unter Last – wenn mehr Leistung gewünscht wird und die thermischen und Stromspezifikationen noch Luft dafür lassen. Im Grafikchip werden dafür alle 100 Millisekunden etliche Faktoren wie Stromaufnahme, Chiptemperatur, Lastzustand, Speichernutzung etc. geprüft und die Taktrate sowie GPU-Spannung laufend angepasst. Der Anwender soll davon nichts spüren. Der Takt wird dabei in 13-MHz-Schritten verändert.


GPU Boost

Traditionell ist der Chiptakt so hoch wie möglich und passend zur TDP angesetzt. Hier richtet man sich natürlich nach besonders belastenden Anwendungen und Spielen, aber die meisten Programme sind weniger anspruchsvoll an die Grafikkarte, weil sie z.B. mehr Leistung vom Prozessor abfordern. Wie beim Turbo-Modus aktueller CPUs nutzt deshalb auch der Kepler-Grafikchip diesen Raum innerhalb der TDP, um bei Bedarf mehr Leistung anzubieten.


GPU Boost

GPU Boost funktioniert auch mit Overclocking. Im normalen, nicht übertakteten Betrieb kontrolliert das sogenannte Power Target den Chiptakt und sorgt dafür, dass die Karte trotz automatischer Takterhöhungen innerhalb ihrer Spezifikationen bleibt. Für Overclocking erhöht der Anwender das Power Target, unter dem die Grafikkarte immer bleiben muss, und verschiebt den Taktbereich oberhalb der Base Clock nach oben.


Overclocking

GPU Boost funktioniert aber weiterhin auch beim Overclocking, weil der ganze Taktbereich erhöht wird.


GPU Boost bei Overclocking

Einen großen und nicht unwichtigen Unterschied zu den Turbo-Modi aktueller Prozessoren von AMD und Intel gibt es allerdings. Während die CPU-Hersteller die maximalen Taktraten ihrer Produkte nennen und garantieren, kann man bei einer GeForce GTX 680 nicht genau vorhersagen, wie schnell sie wirklich läuft. Die maximale Taktrate der neuen Nvidia-Grafikkarte hängt von vielen Faktoren ab. Das reicht von der Qualität des jeweiligen Grafikchips bis zur Umgebungstemperatur im Gehäuse. Natürlich werden die Unterschiede in der Praxis und beim Gaming nicht groß sein, aber während manche GTX 680 vielleicht desöfteren mit mehr als 1100 MHz laufen, könnte es genausogut viele andere geben, die diese Marke nie überschreiten. Hier muss man mal die Erfahrungsberichte der Anwender abwarten.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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