GeForce GTX 680 von Zotac - Seite 7

Nvidia Kepler: Neue Grafikkarte, neue Architektur, neue Features

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Taktraten, Probleme & Overclocking

Die GeForce GTX 680 von Zotac besitzt einen Base Clock von 1006 MHz und einen Boost Clock von 1058 MHz. Der Speicher wird mit 1502 MHz angesprochen. Das entspricht dem Standard dieser Grafikkarte.
Im Desktop-Betrieb bzw. bei keiner Belastung werden die Taktfrequenzen wie gewohnt stark reduziert, um Stromverbrauch und Wärmeentwicklung zu senken. Bei der GTX 680 sind es 324/162 MHz für Grafikchip und -speicher, was etwas oberhalb der Radeon HD 7000 Serie liegt, deren Karten im Desktop-Betrieb zumeist mit 300/150 MHz laufen. Die GeForce 500 Serie läuft hier sogar noch deutlich langsamer, nämlich mit 51/68 MHz.

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Nvidia Hardware-Infos

GPU-Z

GPU-Z Sensoren

Bei den Grafikkarten früherer Generationen wurden die Taktraten in den meisten Fällen nicht ganz so weit oder gar nicht gesenkt, wenn man mehr als einen Monitor angeschlossen hat. Mit der GeForce 500 Serie hat Nvidia dies geändert. Schließt man zwei Monitore mit der gleichen Auflösung an, taktet sie sich soweit herunter wie mit nur einem Monitor. Kommen unterschiedliche Auflösungen zum Einsatz, laufen die GeForce 500 Grafikkarten mit den höchsten Frequenzen. Bei Kepler macht Nvidia den nächsten Schritt und senkt in diesem Fall nun auch den Chiptakt. Der Speichertakt bleibt bei zwei verschiedenen Monitoren allerdings auf höchstem Niveau – das ist das gleiche Prinzip wie bei AMDs aktuellen Generationen.
Mit zwei gleichen Monitoren läuft die GeForce GTX 680 also mit 324/162 MHz und mit zwei unterschiedlichen sind es 550/1502 MHz.
Im Vergleich zum Betrieb mit nur einem Monitor steigen durch den höheren RAM-Takt der Stromverbrauch der Grafikkarte und die Temperatur des Grafikchips an. Die Chiptemperatur der Zotac GTX 680 stieg von 34°C mit nur einem Monitor auf 51°C mit mehreren TFTs an.
Die Lüftergeschwindigkeit erhöhte sich dabei von 1100 nur auf 1200 Upm. Der Höreindruck blieb dabei gleich, d.h. der Lüfter ist nur leicht hörbar und die Karte bleibt schön leise.


Zotac GeForce GTX 680

Probleme
Abstürze traten beim Test der Zotac GeForce GTX 680 erfreulicherweise nicht auf, aber es gab ein Problem mit dem Spiel F1 2010. Im unteren Teil des Bildschirms bleibt ein Teil der Anzeige einfach schwarz, die Rennstrecke wird in diesem Bereich nicht dargestellt, wie das folgende Bild zeigt.


Darstellungsfehler in F1 2010

Es ist aber nicht so, dass in dem dunklen Bereich gar nichts dargestellt wird. Sowohl Fahrzeug als auch Fahrerinformationen (links Karte, rechts Tacho und Gangschaltung) werden normal angezeigt.
Dies dürfte allerdings mit einem Treiber-Update zu beheben sein.
Allerdings müssen wir damit auf die Benchmarks mit diesem Spiel verzichten, denn wir können nicht sicher sein, ob durch die fehlerhafte Darstellung eventuell Ergebnisse verfälscht werden. Dies ist nicht wahrscheinlich, aber auch nicht auszuschließen.

Overclocking
Die Übertaktung läuft bei der GeForce GTX 680 etwas anders als gewohnt. Zum Einen lässt Nvidia den Anwender nun ein sogenanntes Power Target vorgeben, was einer Erhöhung der TDP entspricht. Damit hat GPU Boost etwas mehr Luft nach oben. Zum Anderen gibt es ja nun keinen festen Chiptakt mehr, der einfach angehoben werden könnte. Stattdessen wird das GPU Clock Offset erhöht, der Bereich, in dem sich der von GPU Boost gesteuerte Chiptakt bewegt. In der Praxis läuft letzteres aber dann doch auf die Anhebung des Base Clocks hinaus, nur die Boost Clock wird nicht festgelegt. Der Speicher wird dagegen traditionell übertaktet.
Zum Overclocking wurde das von Nvidia bereitgestellte Programm EVGA Precision X in der Version 3.0.0 Beta 20 verwendet. Andere Grafikkartenhersteller wie Zotac werden ähnliche Tools mitliefern, sobald diese fertig sind.
Für die Übertaktung der Zotac GTX 680 wurde zunächst das Power Target auf das Maximum von +132 % gesetzt, was einer TDP von ungefähr 257 Watt entspricht. Eine zusätzliche manuelle Erhöhung der Chipspannung ist nutzlos, weil hier nur 1,15 Volt erlaubt sind und die Chipspannung auch bei Standardeinstellungen durch GPU Boost teilweise schon 1,17 Volt erreicht.


Overclocking

Allein die Anhebung des Power Target führt allerdings noch nicht zu höheren Taktraten. GPU Boost hat dies bei uns im Test kalt gelassen und weiter seine gewohnten Frequenzen abgeliefert. Also wurden GPU Clock Offset und Mem Clock Offset manuell erhöht. Erlaubt sind +549 MHz für den Chip und +1000 MHz für den Speicher. Während beim Chiptakt aber nicht mehr als +130 MHz möglich waren, konnte der Speicher +550 MHz vertragen, ohne dass es im Dauerbetrieb zu Abstürzen oder Bildfehlern kam. Damit liegen wir ungefähr bei (Base-)Taktraten von 1130/1778 MHz, was einem Overclocking von rund 13 bzw. 18 % gegenüber den Werkseinstellungen entspricht. Unter Last haben wir damit einen typischen Boost Clock von 1188 MHz verzeichnet.
Im 3DMark 11 stieg dadurch das Ergebnis vom Extreme-Test (1080p) um 15 %.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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