AMD wägt seine Zukunft ab

Sieht Chancen in drei Marktsegmenten

AMD steckt aktuell in der Krise: So sollen 1700 Mitarbeiter entlassen werden und der Geschäftsführer Rory Read plant weitreichende Umstrukturierungen. Intern wägt man die Zukunftsoptionen des Unternehmens ab und gegenüber Investoren äußerte Read, dass er AMDs Zukunft vor allem in drei Bereichen sehe: Micro-Server, Embedded-Lösungen und Low-Power-Anwendungen. Read bestätigt, dass er im traditionellen PC-Bereich für Privatkunden aktuell wenig Potential erkennt und AMD somit aus diesem Segment eher etwas zurückziehen möchte.

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„Wir möchten 40 bis 50 % unseres Angebots auf schneller wachsende Märkte verlagern“, erklärt Read. Einer dieser Märkte ist der für Micro-Server, die wenig Strom benötigen. Read bestätigt, dass AMD hier den Cloud-Trend aufgreifen möchte und sein Engagement intensivieren wird.

Auch im Bereich für Embedded-Lösungen will AMD in Zukunft stärker punkten: Read glaubt, AMD habe bereits das richtige Rüstzeug um mit Low-Power-x86-Chips und integrierten Grafikkernen innerhalb eines Jahres eventuell eine Vervierfachung des Umsatzes in diesem Segment zu erreichen. Konkret prophezeit Read, dass AMDs Embedded-Lösungen bereits ab dem vierten Quartal 2013 für 20 % des Unternehmensumsatzes stehen sollen.

Weiterhin will AMD auf Low-Power-Chips für mobile Endgeräte setzen und dabei weniger mit Intel konkurrieren, als Hardware für günstige Einstiegsgeräte anbieten. Offenbar möchte AMD hier aber weniger direkt für Smartphones entwickeln, als vielmehr für sehr günstige und kompakte Notebooks.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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