Hardware der PS4 / Xbox 720?

Technische Daten von Quellen aus der Industrie

Eurogamer hat aktuell alle Angaben zur kommenden Playstation 4 mit dem Codenamen Orbis bzw. zur Xbox 720 mit dem Codenamen Durango zusammengefasst. Angeblich wurden die technischen Daten von Quellen aus der Industrie bestätigt. Wie immer weisen wir jedoch darauf hin, dass man die Informationen dennoch mit Vorsicht genießen sollte. So sollen in sowohl Microsofts als auch Sonys Next-Gen-Konsole Prozessoren aus dem Hause AMD stecken, die bereits die kommende Jaguar-Architektur nutzen. So kommt es auch zu einigen Ähnlichkeiten bei den Konsolen.

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Sowohol die nächste Playstation als auch die nächste Xbox greifen angeblich auf AMD-APUs mit acht Kernen und 1,6 GHz Takt zurück. Man hat sich für AMDs Jaguar entschieden, die sonst in Notebooks und Tablets zum Einsatz kommen werden, weil die Prozesoren einen guten Kompromiss aus Stromverbrauch und Leistung bieten. Außerdem nutzen beide Konsolen sowohl den integrierten Grafikkern der APU als auch eine Grafiklösung, die einer AMD Radeon HD 7970M ähneln soll. Es sollen 18 der AMD-Computing-Einheiten („Graphics Core Next“) erhalten bleiben, während die Taktraten sich bei 800 MHz einpendeln. Allerdings beziehen sich die Angaben zur Grafik nur auf Sonys Konsole. Bezüglich der nächsten Xbox sind noch keine Informationen durchgesickert.

Zusätzlich soll die Playstation 4 ein mysteriöses „Compute-Modul“ nutzen, dass beispeilsweise die Physikberechnungen übernehmen und so CPU und GPU entlasten könnte. Als Arbeitsspeicher dienen bei der Sony Playstation 4 vermeintlich 4 GByte GDDR5-RAM von denen 512 MByte für das Betriebssystem reserviert sind. Ja, Sony soll absichtlich den schnellen GDDR5-RAM, der sonst auf Grafikkarten zum Einsatz kommt, für das System, nutzen. Der Stromverbrauch soll sich gegenüber den ersten Inkarnationen der PS3 sogar reduzieren: Man geht aktuell von einem Gesamtverbrauch unter 150 Watt aus. Vergleicht man dies mit den ersten Versionen der PS3 und Xbox 360, die über 200 Watt zogen und natürlich weniger Leistung bieten, freut man sich auf die nächste Konsolengeneration.

Die nächste Xbox soll übrigens auf langsameren Speicher setzen als Sonys Playstation 4. So setze Microsoft auf herkömmlichen DDR3-RAM und eDRAM für die GPU. Allerdings verbaut Microsoft offenbar 8 GByte RAM insgesamt, von denen 3 GByte für das Betriebssystem reserviert seien. Somit kommt Microsoft hier auf eine deutlich höhere Menge als Sony.

Fasst man alle Informationen zusammen, ähneln sich die nächste Xbox und die nächste Playstation wesentlich stärker als noch Xbox 360 und Playstation 4. Auch die Nähe zu klassischen Gaming-PCs ist wesentlich höher. Dies könnte für alle Beteiligten ein Bonus sein: Entwickler können ihre Spiele leichter für mehrere Plattformen portieren und Spieler bekommen auf allen Konsolen und auch an PCs gleichwertige Erfahrungen.

Quelle: Eurogamer

André Westphal

Redakteur

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