Sony: Strategie um Playstation Eye

Man wolle den Gamern die Kamera nicht aufdrängen

Aktuell können Gamer beobachten, dass die Japaner von Sony mit so ziemlich jeder Ankündigung das genaue Gegenteil von Microsoft machen: Während Microsoft Region-Locks, Einschränkungen für Gebrauchtspiele und eine tägliche Internetverbindung für seine Xbox One implementiert, setzt Sony auf Region-Free, Verzicht auf DRM und keinerlei Online-Voraussetzungen. Auch bei der Kamera gehen die Unternehmen auseinander: Jede Xbox One enthält im Lieferumfang Kinect 2 – ohne angeschlossenen Sensor startet die Konsole nicht einmal. Jetzt erklärt Sony, warum man mit Playstation Eye anders vorgeht.

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Der Präsident der Sony Worldwide Studios, Shuhei Yoshida, teilt sicherlich nicht ganz unabsichtlich indirekte Seitenhiebe gegen Microsoft aus: Weil die Playstation 4 so viele Dienste und Funktionen biete, sehe Sony keinen Sinn darin sich auf Playstation Eye zu versteifen. Man wolle seine Kunden nicht zwingen mit der PS4 gleichzeitig auch die Eye-Kamera zu erwerben. Aus diesem Grund biete Sony Playstation Eye weiterhin separat an, so dass eben diejenigen zugreifen können, die Interesse an der Technik haben. Dies habe auch den Nebeneffekt, dass man den Einstiegspreis für die PS4 niedriger habe ansetzen können.

Auch zu Gesten- und Sprachsteuerungen, beispielsweise um Multimedia-Dienste zu bedienen, äußert sich Yoshia in sehr interessanter Weise: „Ich glaube, das ist meine persönliche Ansicht, dass Technik zunächst eine gewisse Reife erreichen muss, damit sie großflächig angenommen wird. Beispielsweise gibt es auch Touchscreens schon ewig an Geldautomaten, aber sie waren nie so leicht zu benutzen wie heute an Smartphones und Tablets.“ Auch hier steckt natürlich ein kleiner Seitenhieb auf Microsoft drin, die bereits bei Veröffentlichung des ersten Kinect exzessiv mit Gestensteuerung und Sprachkommandos geworben haben. In der Tat entpuppten sich beide Steuerungsmethoden in der Praxis als umständlicher und fehleranfälliger als die simple Steuerung per Controller / Fernbedienung.

Quelle: DualShockers

André Westphal

Redakteur

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