Google: Streng gegen Android-Fragmentierung?

Zertifizierung nur noch ab Android 4.2

Aktuellen Gerüchten zufolge hat Google ab dem 01.02.2014 die Möglichkeit neue Endgeräte mit Google Android 4.1 zu zertifizieren ausgesetzt. Das bedeutet, Hersteller, welche ab Werk Googles Apps mitliefern wollen, müssen mindestens Android 4.2 auf ihre Produkte aufspielen. Allgemein habe Google nun gewisse Zeitrahmen eingeführt, in denen Partner bestimmte Android-Versionen nutzen müssen, um Googles Apps mitliefern zu dürfen. Ab Ende April 2014 laufe beispielsweise die Gnadenfrist für Version 4.2 aus, während 4.3 ab Juli 2014 aus Googles Sicht zum alten Eisen gehöre.

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Natürlich könnten Hersteller dennoch Smartphones und Tablets mit älteren Android-Versionen nach den genannten Zeiträumen entwickeln. Dann dürften sie Googles App-Pakete aber nicht mehr vorinstallieren. Man sollte die Zertifizierungs-Daten zudem nicht mit den Veröffentlichungsdaten verwechseln. Beispielsweise könnte ein Hersteller ein Gerät im April mit Google Android 4.3 zertifizieren lassen, es aber erst im Oktober veröffentlichen.

Google scheint mit diesen Zeitvorgaben gegen die Fragmentierung des Betriebssystems vorgehen zu wollen. So bemängeln sowohl Entwickler als auch Kunden, dass es bei mobilen Endgeräten mit Google Android zu viele unterschiedliche Versionen des Betriebssystems gebe, die zugleich im Umlauf seien. Außerdem benötigen einige Hersteller zusätzlich sehr lange, um Updates für ihre Produkte anzubieten. Speziell im Low-End-Markt erscheinen außerdem viele Geräte mit komplett veralteten Android-Versionen.

Ob die Berichte um jene Fristen für Hersteller zutreffen, ist allerdings offen. Google enthält sich offiziell eines Kommentares.

Quelle: AndroidPolice

André Westphal

Redakteur

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