Facebook kauft WhatsApp für $16 Mrd.

WhatsApp soll aber unabhängig und werbefrei bleiben

Obwohl die WhatsApp-Gründer zuvor noch Übernahmeangebote abgelehnt hatten, ist es nun doch soweit gekommen. Offenbar war das letzte Angebot zu verlockend. Facebook übernimmt den Smartphone-Nachrichtendienst für 16 Milliarden US-Dollar. Die WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton betonen, dass sich für die Nutzer ihres Messengers nichts ändern werde.

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Facebook überweist $4 Mrd. direkt an WhatsApp, $12 Mrd. werden in Facebook-Aktien bezahlt. Dazu kommen weitere $3 Mrd. in Facebook-Aktien für die WhatsApp-Gründer und -Angestellten über die nächsten vier Jahre.
Rechnet man das auf die weltweit rund 450 Millionen WhatsApp-Nutzer pro Monat um, zahlt Facebook also insgesamt mehr als $40 pro Anwender.

Aus Sicht von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg dienen beide Nachrichtendienste unterschiedlichen Zwecken. Während der Facebook Messenger für die Nutzer des sozialen Netzwerks untereinander da ist, kann man mit WhatsApp alle seine Kontakte erreichen. Deshalb können und sollen beide Produkte nicht kombiniert werden. Zuckerberg betont, dass WhatsApp weiterhin unabhängig bleiben und das Team auch an seinem bisherigen Standort weiterarbeiten werde.

Nach Ansicht von WhatsApp gibt die Übernahme der Firma Flexibilität und die Chance auf Wachstum und Erweiterungen. Und was den Messenger an sich angeht, heißt es wörtlich: „Dies wird sich für euch, unsere Nutzer, ändern: Nichts“. WhatsApp soll demnach autonom und unabhängig bleiben und die Gründer versichern, dass man sich darauf verlassen könne, dass absolut keine Werbung die Kommunikation unterbrechen werde. Ansonsten wäre der Deal nicht zustande gekommen, heißt es.

Die New York Times berichtet, dass die Gespräche zwischen Facebook und WhatsApp bereits vor zwei Jahren begannen. Jan Koum und Mark Zuckerberg haben sich seit dem Frühjahr 2012 desöfteren getroffen. Am 9. Februar hat Zuckerberg Koum dann bei einem Abendessen in seinem Haus ein offizielles Angebot gemacht. Nach einigen Tagen Bedenkzeit ist Jan Koum dann letzten Freitag wieder bei Zuckerberg aufgetaucht. Zuckerberg und Koum haben dann trotz Valentinstag sofort die Verhandlungen aufgenommen. Am Ende des Wochenendes, also letzten Sonntag, stand der Deal fest.

Quelle: NY Times

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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