Android: Malware wird größeres Problem

Seit 2011 Vervierfachung der Schadsoftware in Google Play

Seit 2011 soll sich die Malware in Googles offiziellem App-Store, Google Play, vervierfacht haben. So suchten 2011 ca. 11.000 Apps Google Play heim, die in erster Linie Daten stehlen sollten und Betrug ermöglichten. Ende 2013 fand man bereits 42.000 Apps mit Spyware und Trojanern in der Google Plattform. Am häufigsten fanden sich die Schädlinge in Programmen zur Design-Personalisierung, gefolgt von Multimedia- und Gaming-Apps. Die am häufigsten runtergeladenen Malware-Apps waren ein vermeintliches Wallpaper zur Serie „Dragon Ball“ sowie die Spiele „Finger Hockey“ und „Subway Surfers Free Tips“.

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De beide erstgenannten Apps stehlen vertrauliche Informationen wie die Geräte-ID. „Subway Surfers Free Tips“ nutzt einen Trojaner namens Air Push um die Sicherheitseinstellungen zu umgehen und auf infizierten Geräten kostenpflichtige Premium-Dienste zu abonnieren.

Ermittelt wurde die Anzahl der infizierten Apps unter Google Play von der Sicherheitsfirma RiskIQ. Jene hat dafür einen speziellen Crawler entwickelt, um Schadsoftware zu erkennen, die auf den ersten Blick getarnt als normale Anwendung erscheint. Die Ergebnisse zeigen, dass Malware auf mobilen Endgeräten eine immer größere Bedeutung einnimmt. RiskIQ macht in diesem Zug Google Vorwürfe: Während die Schädlinge unter Google Play zunehmen, entfernt Google prozentual aber immer weniger. 2011 schmiss Google noch 60 % der Malware aus Google Play raus. 2013 entfernte Google weniger als 25 % der Malware. Somit scheint es, als würde Google den Überblick verlieren. Google selbst enthält sich zu den Ergebnissen der Sicherheitsstudie aktuell eines Kommentares. Man benötige mehr Informationen, um sich zu äußern.

Quelle: PCWorld

André Westphal

Redakteur

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