GOG streicht regionales Preismodell

Negative Rückmeldungen hatten Einfluss

Der Spiele-Anbieter GOG.com hatte angekündigt in Zukunft auf international identische Preise zu verzichten und regionale Preismodelle zu verwenden. Als Begründung nannte man, dass es nur auf diese Weise möglich sei, verstärkt Triple-A-Games in Zusammenarbeit mit großen Publishern anzubieten. Die Reaktionen der Community fielen jedoch extrem negativ aus. Mittlerweile rudert GOG.com zurück: Man werde keine länderspezifischen Preise anlegen. Das haben die beiden GOG-Mitarbeuter Marcin „iWi“ Iwinski und Guillaume „TheFrenchMonk“ Rambourg offiziell bekräftigt.

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In einer langen Stellungnahme erklären die beiden, dass man bei GOG.com angenommen habe, dass DRM-freie Spiele den Kunden am wichtigsten seien. Dabei habe man vernachlässigt, dass auch die faire, international identische Preisgestaltung viele Kunden freue. Man höre allerdings auf seine Community und deswegen streiche man nun seine Pläne länderspezifische Preise anzulegen.

Gleichzeitig räumt man ein, dass es sein könnte, dass man bei einigen Titeln durch die Publisher verpflichtet werde länderspezifische Preise anzulegen. In jenen Fällen wolle man dann den Kunden Gutscheine anbieten, welche die Preisdifferenz sozusagen indirekt erstatten. Zudem wolle man bei GOG.com dauerhaft die Option einführen, die Währung bei der Zahlung selbst zu wählen. Wer also in US-Dollar zahlen wolle, könne dies tun. Wer aber lieber seine regionale Währung nutze, um beispielsweise Umrechnungsgebühren bei Kreditkartenunternehmen zu umgehen, habe ebenfalls die Möglichkeit.

Laut GOG.com werde man aufgrund der Strategie ohne jegliches DRM und einheitliche Preise zwar weiterhin Schwierigkeiten haben einige Publisher von der Plattform zu überzeugen, das sei es jedoch wert, wenn dies der Wunsch der Community bleibe.

Quelle: GOG

André Westphal

Redakteur

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