Händler werfen Microsoft Panikmache vor

Pop-Up-Hinweise in Windows XP irritieren Kunden

Microsoft erntet gerade massive Kritik von Händlern: Der Konzern stellt bald seine Unterstützung für Windows XP endgültig ein. Um alteingesessene Nutzer zum Umstieg zu bewegen, blenden die Redmonder in Windows XP nun Pop-Ups ein, die vor allem auf die Unsicherheit des mittlerweile 13 Jahre alten OS hinweisen. Viele Kunden vermeinten allerdings hier einen Hacker-Angriff bzw. Schadsoftware auf ihrem PC entdeckt zu haben. Deswegen häufen sich aufgrund der Pop-Ups bei Händlern Anfragen verwirrter Kunden.

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Viele IT-Wartungsfirmen klagen über die Kundenbeschwerden, die auf Microsofts „Panikmache“ zurück zu führen seien. Man könne diese Beratungen den Kunden nicht in Rechnung stellen, leide aber unter dem zusätzlichen Arbeitsaufwand, der durch Microsofts Taktik entstehe. Microsoft rechtfertigt sich damit, dass man die Anwender unterstützen wolle „informierte Entscheidungen zu treffen“. Händler sprechen eher von bewusstem Bangemachen. Microsoft gehe es weniger darum auf vermeintliche Sicherheitsprobleme in XP hinzuweisen, als darum Windows 8 zu pushen. Zudem öffne man mit der Pop-Up-Kampagne erst recht Missbrauch Tür und Tor, da Cyber-Kriminelle sich ähnlicher Pop-Up-Fenster mit Microsofts Wortlaut bedienen könnten.

Microsoft beendet am 8. April 2014 die Unterstützung für Windows XP komplett und wird danach auch keine Sicherheits-Updates mehr ausliefern.

Quelle: CRN

André Westphal

Redakteur

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