LG G3 - Seite 2

High-End 5,5-Zoll-Smartphone mit 2560x1440 Pixeln

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Design & Ausstattung

Unserem Testmuster des LG G3 lag leider nicht der komplette Lieferumfang bei. Das spielt allerdings ohnehin keine große Rolle, da man sich mit dem Smartphone selbst, dem Akku, einem USB-Datenkabel, dem Ladeadapter, einem Headset sowie einer Kurzanleitung an die üblichen Standards hält. LG spendiert dem G3 dabei ein Gehäuse aus Plastik, das allerdings in einer Metall-Optik daherkommt und sich sehr stabil anfühlt. Tatsächlich sind Look und Feel so gelungen, dass man selbst auf den zweiten Blick annehmen könnte, man halte tatsächlich ein Metallgehäuse statt Polykarbonat in der Hand. Hier ist ein enormer Fortschritt zum G2 aus dem Jahr 2013 zu erkennen, dessen Hochglanz-Plastik deutlich billiger wirkt als das Material des G3.
Weiterer Vorteil: Die Rückseite des Smartphones ist, ähnlich wie bei Samsungs Flaggschiffen, abnehmbar. Dadurch ist der Akku austauschbar. Das spielt gerade den Anwendern in die Hände, welche das Smartphone langfristig ausgiebig nutzen wollen. Auch lässt sich innen eine microSD-Speicherkarte mit bis zu 128 GByte einstecken. Uns ist diese Art der Gestaltung lieber als Staub- und Wasserresistenz, die sich zwar im Marketing gut machen, in der Praxis aber für die meisten Anwender keine Rolle spielen. Die Möglichkeit, langfristig den Akku auswechseln zu können, schätzen wir als weit alltagsnäheren Pluspunkt ein.


LG G3 mit Karton

Gewöhnungsbedürftig ist die Platzierung der Lautstärkeregler und des An-/Aus-Schalters. Die Lautstärkeregler rahmen sozusagen den Power-Button ein. Zudem sitzen die drei Knöpfe genau unter der Kameralinse. Aus unserer Sicht hat diese Design-Entscheidung sowohl Vor- als auch Nachteile. So läuft man Gefahr, daneben zu greifen und die Kameralinse zu verschmutzen. Gleichzeitig ist es uns beim Testen ab und an passiert, dass wir das Gerät ausschalten wollten, aber zunächst einmal die Lautstärke ordentlich angehoben haben. Speziell Menschen mit großen Fingern vertippen sich hier bei den kleinen und eng beieinander liegenden Buttons leicht.
Vorteil: Um Screenshots zu machen, ist das simultane Drücken des Power-Buttons sowie der Lautstärke-Taste zum Absenken des Tones notwendig. Weil die Knöpfe so nahe beieinander liegen, ist das Anfertigen von Screenshots deutlich einfacher als bei Konkurrenzprodukten. So richtig zufrieden sind wir mit LGs Design-Entscheidung dennoch nicht. Die klassische, getrennte Positionierung des Lautstärkereglers an einer Seite des Smartphones und des Power-Buttons an der anderen Seite erscheint uns benutzerfreundlicher.
Neben der Kamera fällt an der Rückseite der Infrarot-Sensor auf. Jener erlaubt es, das G3 beispielsweise als Fernbedienung zu verwenden – die passenden Apps vorausgesetzt. Über weitere physische Tasten wie einen Home-Button oder Touch-Felder für „Zurück“ und „Menü“, wie sie etwa Samsung einsetzt, verfügt das LG G3 nicht. Man verlässt sich beim G3 auf Onscreen-Tasten.

An der Unterseite des LG G3 sitzen der Kopfhöreranschluss und der Port für Micro-USB. Auch die Platzierung des Kopfhöreranschlusses erscheint uns an der Unterseite nicht unbedingt ideal. Dafür gibt sich die Webcam mitsamt der Lautsprecherleiste sehr unauffällig und rundet das schnörkellose, elegante Design des Smartphones ab. Trotz der Größe von 5,5 Zoll liegt das G3 exzellent in der Hand. Die Bedienung mit einer Hand dürfte aber nur Anwendern mit Riesenpranken ohne Mühe gelingen.
Uns gefällt auch die Beachrichtigungs-LED an der Front, welche Besitzern auf Wunsch mit fröhlichem Blinken neue WhatsApp-Nachrichten, E-Mails oder sonstige Benachrichtigungen signalisiert.


LG G3 – Seiten

Interessant ist natürlich auch die Akkulaufzeit bei einem Display mit 5,5 Zoll und 2560×1440 Bildpunkten, wie es das LG G3 besitzt. Daraus ergibt sich leider nicht nur eine hohe Bildqualität, sondern auch ein besonderer Anspruch an den Akku. Jener wartet mit einer Kapazität von 3000 mAh auf. Wir haben das LG G3 bei alltagsnaher Nutzung – ab und zu E-Mails checken, Telefonieren und Apps wie die Kamera, YouTube oder WhatsApp verwenden – auf die Probe gestellt. Tatsächlich sind die Unterschiede zu anderen High-End-Smartphones im Alltag zu vernachlässigen. Je nachdem, wie stark man das LG G3 nutzt und ob 3D-Gaming eine Rolle spielt, hält das Gerät 1-2 Tage mit einer Akkuladung durch. Uns kommt es allerdings so vor, als ob die komplette Aufladung des LG G3 länger braucht als bei Konkurrenzprodukten.

André Westphal

Redakteur

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