Nintendo will Core-Gamer zurückgewinnen

Hersteller wünscht sich mehr Begeisterung bei Zockern

Nintendos Entwickler Shigeru Miyamoto („The Legend of Zelda“) hat in einem Interview mit dem Magazin Edge von einem neuen Fokus auf Core-Gamer gesprochen. Zumindest wolle sein Arbeitgeber jene Spieler für sich zurückgewinnen. Dagegen werde Nintendo davon Abstand nehmen, einfach nur das breiteste Publikum anzusprechen. Man habe erkannt, dass „passive“ Spieler keine geeignete Zielgruppe seien. So gebe es zu viele Gelegenheitsspieler, welche Spiele nahezu passiv konsumieren und laut Miyamoto eher einen Film einlegen oder nach Disneyland gehen sollten.

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„Die Einstellung jener Gamer lautet: ‚Ich bin der Kunde. Ihr sollt mich unterhalten.‘ Es ist eine passive Einstellung, die sie einnehmen. Ich empfinde das eher als bemitleidenswert. Denn jene Spieler ahnen gar nicht, wie interessant Videospiele erst werden, wenn man sich selbst herausfordert und komplexere Titel zockt“, mahnt Miyamoto.

Miyamotos Äußerungen sind interessant, denn sie markieren den ersten Zeitpunkt, an dem Nintendo offenbar seine bisherige Geschäftsstrategie überdenkt. Ob der japanische Hersteller Core-Gamer wirklich wieder ins Boot holen kann, muss nun die Zeit zeigen.

Quelle: CVG

André Westphal

Redakteur

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