Triple-A-Spiele korrelieren mit Kriminalität

Kausaler Zusammenhang ist aber noch offen

Eine gemeinsame Studie der Villanova und Rutgers Universitäten hat nachgewiesen, dass in den USA die Kriminalitätsrate sinkt, wenn gewalthaltige Triple-A-Spiele wie „Call of Duty“ oder „GTA“ auf den Markt kommen. Man konnte jedoch bisher nur eine Korrelation nachweisen. Das bedeutet die Ereignisse treten zwar zeitgleich auf, ob sie direkt miteinander zusammenhängen, ist aber offen. Der Rückschluss, dass alle Kriminellen lieber zocken, statt Straftaten zu begehen, kann derzeit also noch nicht gezogen werden.

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Einer der Autoren der Studie, Patrick Markey, mahnt allerdings, dass man bereits weitere Variablen berücksichtigt habe – etwa Zeiten, in denen Verbrechensraten traditionell sinken bzw. steigen. Ob gewalthaltige Spiele nun die Aggressionen bei potentiellen Tätern eventuell senken oder sie möglicherweise zeitlich so einspannen, dass kein Raum mehr für Straftaten bleibt, ist wie gesagt offen. Zumindest deutet die Studie darauf hin, dass aufgrund dieser Korrelation vermutlich gegenteilig kein Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung gewalthaltiger Spiele und einem potentiellen Anstieg von Verbrechen besteht.

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Quelle: InterPersonalResearch

André Westphal

Redakteur

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