Crowdfunding für Anonabox gestrichen

Kickstarter beendet die Kampagne wegen falscher Angaben

Wir hatten bereits zweimal über die Crowdfunding-Kampagne zur Anonabox berichtet: Es handelt sich um ein Gerät, das zwischengeschaltet zwischen PC und Router automatisiert über Tor den Internetverkehr anonymisieren sollte. Zuletzt wurde allerdings harsche Kritik an dem Projekt laut. So kam heraus, dass für die Box billige Standard-Komponenten aus China sowie vermutlich vorgefertigte Software vom Portal Github in Kombination mit OpenWRT zum Einsatz kommen sollten. Details zu dem angeblich speziell entwickelten, eigenen Code mit Open-Source-Lizenz blieben aus.

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Mittlerweile hat die Plattform Kickstarter der Kampagne nun selbst den Stecker gezogen. Jenes muss rasant entschieden worden sein, denn gestern noch postete der Urheber August Germar weitere Details zur Anonabox sowie das komplette Datenblatt als PDF. Ursache für die Einstellung der Kampagne dürften die zuvor vorgenommenen Falschangaben gewesen sein, welche den Eindruck erweckten die Anonabox sei eine neue Eigenentwicklung. Das entspricht aber nicht der Wahrheit, da das Gerät auf einem Standard-Router der Firma Gainstrong basiert.

Immerhin hat das eingestellte Projekt um die Anonabox gezeigt, dass großes Interesse an einem Gerät besteht, das den Internetverkehr für private Nuter anonymisiert – fast 600.000 US-Dollar kamen via Crowdfunding zusammen. Vielleicht macht es ja ein glaubwürdigeres Projekt in Zukunft besser und begeistert erneut die Community.

Quelle: AnonaBox(Kickstarter)

André Westphal

Redakteur

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