„The Order 1886“ zeigt Mankos moderner Games auf

Schöne Oberfläche mit nichts dahinter

Die aktuelle Konsolengeneration verkauft sich zwar blendend, doch weder Microsoft noch Sony konnten bisher die großen System-Seller veröffentlichen: So erwiesen sich Exklusivtitel wie „Ryse: Son of Rome“ oder „inFamous: Second Son“ als kleine Enttäuschungen. Bisher fehlt es beiden Plattformen noch an einem „Must Have“, das die gesamte Spielerschaft zu Begeisterungsstürmen hinreißen könnte. Sony hatte zuletzt große Hoffnungen in die neue Marke „The Order 1886“ gesetzt. Doch durchschnittliche Wertungen legen nun offen, dass das Spiel offenbar alle Mankos modernen Game-Designs bündelt.

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So ist „The Order 1886“ zwar ein Grafik-Feuerwerk, das Gameplay ist aber arg monoton: Der Spieler bewegt sich auf streng linearen Wegen, während die Spielumgebung sofort offenlegt, was als nächstes passieren wird. Erspäht man gut platzierte Mauern und Kisten, die als Deckung dienen könnten, folgt wenige Sekunden später ein Feuergefecht nach Schema F. Besonders starke Gegner bolzt man in Quick-Time-Events um, die spielerisch schon seit Jahren als veraltet gelten. Und obwohl die Umgebung bestechend schön ist, bleibt sie letzten Endes Staffage, da sie so gut wie keine Interaktivität bietet. Letzten Endes ist „The Order 1886“ in seiner kurzen Spielzeit von ca. 6 Stunden ein monotoner Zyklus von vorhersehbaren Kämpfen, Geplapper mit Herumgelaufe und minimaler Aktion mit der Spielwelt. Wie ein kleines Kind wird der Spieler durch alles geleitet – darf nie Experimentieren oder eigene Ideen entwickeln.

Damit scheint Sony bzw. Entwickler Ready at Dawn abermals eine Chance vergeben zu haben, einen Exklusivtitel zum System-Seller zu erheben. So heißt es weiter abwarten.

Quelle: Eigene

André Westphal

Redakteur

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