Sargnägel für physische Medien mehren sich

20th Century Fox stellt teilweise DVD-Vertrieb in den USA ein

Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass besonders die großen Hollywood-Studios auf eine Streaming-Zukunft drängen. Denn für die Vertriebe birgt dies viele Vorteile: So erfolgt automatisch die Eindämmung von Raubkopien und die Kosten für Vertrieb und Produktion reduzieren sich enorm. Speziell in den USA mehren sich die Sargnägel für physische Datenträger. So hat der Vertrieb 20th Century Fox in den USA bereits 2014 den Vertrieb zahlreicher Serien auf DVD gestoppt. Der Schere fielen beispielsweise Comedy-Formate wie „Louie“ oder auch „Wilfred“ zum Opfer.

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Während beide Serien in Deutschland eher Geheimtipps sind, ist ein anderer Titel weltbekannnt: „Die Simpsons“. Produzent Al Jean hat nun bestätigt, dass die Serie um die gelbe Familie nicht mehr auf DVD erscheinen wird. Ob nur die USA betroffen sind oder die Einstellung der Scheiben weltweit gilt (was leider anzunehmen ist), sagte Jean noch nicht eindeutig. In den Vereinigten Staaten erschienen ab Staffel 13 auch Blu-ray-Ausgaben der Serie. Zu jenen schwieg Jean. Da sich DVDs, gerade im TV-Serien-Markt, allerdings in der Regel immer noch besser verkaufen als Blu-rays, ist wohl auch mit einer Einstellung der Blu-ray-Staffeln zu rechnen.

Al Jean erklärte via Twitter, dass der DVD-Markt bereits aussterbe. Zum Teil schiebt er dies auf Raubkopien. Die Simpsons werden also ab sofort nur noch im TV bzw. über digitale Vertriebskanäle zu sehen sein. Staffel 17 scheint dann die letzte Staffel zu bleiben, die es physisch für das Heimkino zu erwerben gibt. Hier zeichnet sich in den USA bereits ein Trend ab, der in den nächsten Jahren nur zunehmen und auch Europa erreichen dürfte.

Quelle: AlJean(Twitter)

André Westphal

Redakteur

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