Virtual Reality: Zukunft der Industrie oder Hype?

Verschiedene Hersteller wollen den Trend anführen

In der IT- und Entertainment Industrie wird regelmäßig versucht aus einem Hype innerhalb der Community der Technik-Enthusiasten auch am Massenmarkt einen Erfolg zu stricken. Dass dieser Plan nicht immer aufgeht, hat zuletzt stereoskopisches 3D bewiesen: Nachdem zunächst etwa Sony die Technik als Zukunft des Gamings bewarb und sogar auf Gamescom-Präsentationen 3D-Brillen an die Zuschauer verteilte, wurde es in den vergangenen Jahren still. So spielt stereoskopisches 3D für Gamer nur am Rande eine Rolle – wird Virtual Reality mehr Erfolg vergönnt sein?

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Während selbst die Veröffentlichungen von Blu-ray 3D abbauen und die Technik eher eine stabile Nische besetzt, soll Virtual Reality nach dem Willen der Hersteller erneut einen Boom auslösen. Spannend ist, dass mehrere große Player sich eine Dominanz am Markt erhoffen. Dazu zählen etwa Oculus VR mit der Oculus Rift, Sony mit Project Morpheus für die Playstation 4 oder HTC und Valve mit Vive. Auch Apple hat sich Patente auf VR-Techniken gesichert, selbst wenn der Hersteller mit Ankündigungen geizt. Samsung will mit seiner Gear VR für Smartphones ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben.

Die härteste Konkurrenz erwarten Marktbeobachter zwischen Oculus VR, hinter denen Facebook steckt, sowie HTC und Valve mit Vive. Doch es bleibt die Frage, ob die Kunden mitspielen: In den 1990er-Jahren gab es ebenfalls zwischenzeitlich einen Virtual-Reality-Hype, der aber rasch aufgrund unausgegorener Produkte das Zeitliche segnete. Trauriger „Meilenstein“ jener Entwicklung war damals der Nintendo Virtual Boy. Doch bei Oculus Rift und Co. geht es ohnehin nicht nur um Gaming, sondern man möchte auch Entertainment-Partner wie das Filmstudio Lionsgate oder den TV-Anbieter HBO gewinnen.

HTCs / Valves Vive soll noch Ende 2015 erscheinen, während Oculus Rift ab Anfang 2016 im Handel zu haben sein wird. Ob am Ende nur Enthusiasten an den Techniken Gefallen finden, während Durchschnittskunden von den klobigen Headsets abgeschreckt werden, muss die Zeit zeigen.

Quelle: Cnet

André Westphal

Redakteur

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