Von Catalyst zu Radeon Software

AMD ändert Grafiktreiber & -software: Catalyst gibts nicht mehr

Nvidia hatte im Laufe der Jahre seine Treiber von Detonator auf GeForce umgestellt. Nach 13 Jahren verabschiedet sich AMD nun auch vom „Catalyst Control Center“ und bringt künftig Radeon Software. Das erste Treiber-Update kommt in Kürze als „AMD Radeon Software Crimson Edition 15.11“ und es wird eine komplett neue Oberfläche und Bedienung haben.

Anzeige

Der Wechsel vom „Catalyst Control Center“ (CCC) zur Radeon Software ist das erste Produkt der vor zwei Monaten gegründeten Radeon Technologies Group, mit der AMD sein Grafik-Business neu geordnet hat.
Die Radeon Software bekommt ungefähr jährlich einen speziellen Namen (jetzt: Crimson Edition), während die Datumsangaben mit Jahr und Monat gleich bleiben. Es wird WHQL- und zwischendurch auch Beta-Versionen geben – wie gehabt.
Die allermeisten Einstellungsmöglichkeiten vom CCC findet man auch in der Radeon Software wieder, nur unter dem Namen Radeon Settings und unter einer anderen Oberfläche. Diese basiert nun nicht mehr auf Microsoft .NET, sondern auf dem Qt Framework, was die Geschwindigkeit der Software deutlich erhöhen soll. AMD selbst spricht von einer 10mal schnelleren Oberfläche. Als Beispiel nennt AMD ein System, auf dem das CCC für den Start rund 8 Sekunden benötigt, die Radeon Software aber nur noch 0,6 Sekunden.
Die Radeon Settings können erkennen, welche Spiele installiert sind, und erlauben dann individuelle Einstellungen pro Spiel – inklusive Overclocking-Einstellungen. Auch Video- und Eyefinity-Einstellungen wurden geändert und modernisiert.
Allerdings lässt sich konkret noch wenig über die tatsächliche Bedienbarkeit sagen, denn AMD hat selbst an die Medien noch keine Beta-Version verteilt. Die erste Ausgabe der Radeon Software soll aber noch in diesem Jahr erscheinen, eventuell noch in diesem Monat mit einer Vorabversion.
Es ist noch unklar, ob die erste Radeon Software auch Optimierungen für Radeon Grafikkarten mitbringt oder man sich erstmal nur auf die Oberfläche konzentriert hat.
AMD betont außerdem, dass man sich zur Nutzung der Radeon Software nicht mit einer eMail-Adresse registrieren muss – ein kleiner Seitenhieb auf Nvidias Treiberpläne mit Updates nur noch über die GeForce Experience.

Im folgenden Video gibt AMD eine kleine Einführung in die „Radeon Software Crimson Edition“.

Radeon Software
Game Manager
Overdrive
Video
Display
Eyefinity
Systeminfos
System Tray

Quelle: Techpowerup

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.