AMD wird wegen Bulldozer-CPUs verklagt

Vorwurf der irreführenden Werbung

AMD hatte 2011 seine Prozessoren auf Basis der Bulldozer-Architektur eingeführt. Die Chips waren am Markt leider ein Flop für den Hersteller und zu großen Teilen mit dafür verantwortlich, dass AMD erst Jahre später mit Zen nun erstmals wieder eine neue High-End-CPU-Serie plant. Doch der Ärger um Bulldozer zieht auch 2015 noch seine Kreise: In den USA verklagt der sich geprellt fühlende Kunde Tony Dickey AMD wegen irreführender Bewerbung der Bulldozer-Prozessoren. AMD habe die Kerne und die Leistungsfähigkeit falsch angegeben.

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So trennte AMD bei Bulldozer weniger in einzelne Kerne, als in Module. Die Module bündelten in der Architektur mehrere Kerne. Dadurch wurde aber verwaschen, ob ein Bulldozer mit vier Modulen mit jeweils zwei Kernen und tatsächlich ein Octa-Core oder eher ein Quad-Core sei. Laut Dickey habe AMD hier gemogelt und derartige Chips seien eben keine echten Octa-Cores sondern Vierkerner. Er argumentiert als Folge der Bauweise könnten die Kerne nicht mehr unabhängig voneinander operieren, denn die Kerne in einem Modul seien vernetzt. Das parallele Bearbeiten von acht Instruktionen, wie es ein Octa-Core beherrschen sollte, sei unmöglich. Entsprechend fiele die Leistung in der Praxis geringer aus, als durch AMD suggeriert.

AMD selbst hat den neuen Rechtsstreit bisher nicht kommentiert. Man darf gespannt sein, wie die ganze Sache ausgeht.

Quelle: LegalNewsline

André Westphal

Redakteur

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