Details zu AMD ‚Zen‘ Opteron

Bis zu 32 Kerne, 64 MByte L3-Cache, 128 PCIe 3.0 Lanes...

Bereits im Februar hatten wir berichtet, dass AMDs neue Server-Prozessoren auf Basis der ‚Zen‘ Mikroarchitektur mit bis zu 32 Kernen und acht DDR4-Speicherkanälen kommen werden. Jetzt gibt es weitere Details. Demnach wird die Zen Server-CPU darüber hinaus mit bis zu 64 MByte Level-3 Cache und 128 PCI Express 3.0 Lanes kommen.

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Der Codename des Zen Serverprozessors lautet ‚Naples‘ (Neapel) und die CPUs sollen den ‚SP3‘ LGA-Sockel verwenden.
Natürlich wird AMD nicht nur Modelle mit 32 Kernen anbieten. Es heißt, dass es auch Varianten mit 2, 4, 8 und 16 Kernen geben wird. Die TDP soll von 35 bis 180 Watt reichen. Naples soll auch 10-Gigabit-Ethernet unterstützen, der Controller wird vermutlich im Chipsatz integriert.
Es war bereits bekannt, dass AMDs 32-Kern-CPU aus zwei Modulen mit je 16 Kernen besteht, von denen jedes Modul acht Speicherkanäle für DDR4 besitzt.
Überträgt man diese Architektur auf die Desktop-Varianten von Zen, die mit bis zu acht Kernen kommen sollen, könnte man folgende Spezifikationen für eine Zen Desktop-CPU herleiten: 8 Kerne, 16 MByte L3-Cache, 32 PCIe 3.0 Lanes und zwei DDR4-Speicherkanäle.
Das hört sich plausibel an. Zum Vergleich: der Intel Core i7-6700K (Skylake) mit vier Kernen verfügt über 8 MByte L3-Cache, 16 PCIe 3.0 Lanes und ebenfalls zwei DDR4-Speicherkanäle, während der neue Intel Core i7-6900K (Broadwell-E) mit 8 Kernen 20 MByte L3-Cache, 40 PCIe 3.0 Lanes und vier DDR4-Kanäle besitzt. AMD Zen würde sich demnach dazwischen positionieren, was angesichts der CPU-Historie schon ein Erfolg wäre, denn AMD war im High-End Segment schon lange nicht mehr wettbewerbsfähig.

Nach Angaben der Quelle wird AMD die Zen Serverprozessoren 2017 auf den Markt bringen, aber ganz zum Ende dieses Jahres wäre auch noch eine Möglichkeit, heißt es. Kürzlich war dagegen von anderer Seite berichtet worden, dass sowohl Intel als auch AMD ihre nächsten CPU-Generationen erst Anfang Januar einführen werden. AMD selbst hat bislang nur gesagt, dass es noch dieses Jahr soweit sein soll und dass zuerst die Desktop-, dann Server-, dann Mobil-Modelle kommen sollen. Man muss abwarten, was richtig ist.

Die Prozessoren mit Zen Architektur – CPUs und APUs – werden in 14-nm-FinFET-Technik gefertigt und sollen laut AMD 40 % mehr Befehle pro Takt (IPC) ausführen können als die aktuellen CPUs dieses Herstellers. Es handelt sich um ein komplett neues x86 Prozessordesign, dass nicht nur auf neuen Fertigungstechnologien basieren wird, sondern auch mehr Kerne, SMT (Simultaneous Multithreading – analog zu Intels Hyper-Threading) und DDR4 Hauptspeicher unterstützt.

Quelle: Fudzilla

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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