LeEco Le Max 2 im Test: 6 GByte RAM für maximales Aufsehen - Seite 4

5,7"-Smartphone aus China will für weniger als 220 Euro mit doppelt so teuren Geräten konkurrieren

Anzeige

Die Software – EUI 5.9

LeEco hat das Le Max 2 mit Android 6.0 ausgestattet. Auf dem Betriebssystem setzt allerdings die hauseigene Oberfläche EUI auf, bei unserem Testmuster zunächst in der Version 5.8. Allerdings war auf unserem Sample eine internationale Firmware vorinstalliert, die einen großen Haken hat: Sie bietet keine Funktion für OTA-Updates. Deswegen griffen wir zur chinesischen Firmware 5.9 von der Herstellerseite, welche sich bei uns über den Dateimanager installieren ließ, nachdem die Datei als „update.zip“ ins Systemverzeichnis auf dem Smartphone kopiert wurde. Anschließend waren zwar einige neue, nicht entfernbare, chinesische System-Apps vorhanden, doch die Performance besserte sich merklich.

Deutsch als Systemsprache blieb zudem erhalten. Es verbleiben aber, wie bei vielen chinesischen Herstellern, einige Schnipsel im System auf Englisch. LeEco geht dabei teilweise etwas schräge Wege: Etwa sind die Schnelleinstellungen für Wi-Fi, Bluetooth, den Flugmodus und Co. nicht wie üblicherweise im Benachrichigungsschirm zu finden, sondern nur dann einsehbar, wenn man den Taskmanager bzw, App-Switcher öffnet, in dem man auch Anwendungen deaktivieren kann.

Auf dem Screenshot sieht man den von LeEco gewählten Weg – sehr ungewohnt. Im Benachrichigungsschirm tauchen entsprechend nun wirklich nur noch Benachrichtigungen auf. Außerdem ist ab Werk ein zweiter Homescreen mit ausschließlich Video-Content von LeEco aktiviert – LeLive nennt sich der Spaß. Da die Inhalte allesamt auf chinesisch sind, nutzten die Inhalte den meisten deutschen Interessenten wohl relativ wenig. Allerdings lässt sich dieser Screen auch einfach entfernen. Dafür prangt im Menü fett ein Hinweis auf das LeEco-Konto, das man sich doch gerne anlegen möge. Spannenderweise war uns jenes im Test direkt am LeEco Le Max 2 nicht möglich, da stets ein Error das Procedere verhinderte – vielleicht machte das Smartphone unseren Standort aus und verweigerte es deshalb.

Ähnlich wie bei Huawei lässt sich zudem der Look der Oberfläche durch verschiedene Themes anpassen. Grundsätzlich ist die Optik – bis auf die erwähnten Besonderheiten – bei EUI sonst aber recht angenehm. Wer das pure Android gewöhnt ist, wird zwar ächzen, alle anderen können sich an EUI aber bestimmt schnell gewöhnen. Zumal natürlich alles perfekt flüssig läuft – Qualcomm Snapdragon 820 und 6 GByte RAM sei Dank. Schade ist lediglich, dass bisher kein Android 7.0 oder gar 7.1 für das Le Max 2 bereitsteht. Zwar gibt es Lineage OS 14.2 für das Gerät, allerdings entstehen dann einige Macken mit beispielsweise mit der Kamera und dem Blitz. Somit empfiehlt sich die Installation aktuell weniger.

André Westphal

Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.