LeEco Le Max 2 im Test: 6 GByte RAM für maximales Aufsehen - Seite 5

5,7"-Smartphone aus China will für weniger als 220 Euro mit doppelt so teuren Geräten konkurrieren

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Display und Kameras

Der Bildschirm des LeEco Le Max 2 löst auf einer Diagonale von 5,7 Zoll mit 2560×1440 Bildpunkten auf. Im laufenden Betrieb ist der Bildschirm eine feine Sache, zumal man in den Optionen des Geräts zwischen verschiedenen Voreinstellungen für z.B. besonders kräftige Farben oder einen eher natürlichen Look wählen kann. Die maximale Helligkeit ist exzellent, denn auch bei direkter Sonneneinstrahlung kann man sie so erhöhen, dass der Screen gut erkennbar bleibt. Schwächen erlaubt sich das LeEco Le Max 2 im Vergleich zu anderen Modellen mit dem Qualcomm Snapdragon 820 und einem Quad-HD-Display, etwa dem LG G5, bei der Blickwinkelstabilität. Das scheint allgemein ein Bereich zu sein, in welchem die im Preis-Leistungsverhältnis aggressiven, chinesischen Smartphones tendenziell schwächeln.

Trotzdem muss man festhalten, dass der Bildschirm des LeEco Le Max 2 einen extrem runden Eindruck hinterlässt. Klar, es fehlt der Wow-Faktor aktueller Flaggschiffe wie eines Samsung Galaxy S8, doch gemessen am Preis bekommt man hier mehr fürs Geld geboten als man erwarten dürfte. Videos zu schauen macht jedenfalls eine Menge Spaß, Games sehen fantastisch aus, laufen flüssig und es besteht sogar die Option z.B. die Schriftgröße anzupassen.

Dier Kamera des LeEco Le Max 2 mit 21 Megapixeln knipst ebenfalls sehr gute Fotos und kann auch 4K-Videos aufnehmen. Hier sollte man nicht unbedingt Qualitäten erwarten, wie man sie von UltraHD Blu-ray kennt, doch bei guten Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse annehmbar. Vergleicht man aber wiederum aufgenommene 1080p- und 4K-Clips, sind die Unterschiede im Detailgrad und der Schärfe relativ marginal.

Auch bietet die Kamera des LeEco Le Max 2 einen optischen Bildstabilisator, Dual-Tone-Flash und PDAF (Phase Detection Auto Focus). Im Test fokussierte die Kamera sehr schnell und lieferte mit und ohne HDR bei Tageslicht draußen sehr schöne Bilder ab.

Wie man sieht, stimmen Schärfe sowie Detailwiedergabe und auch die Farben wirken sehr kräftig. Es lassen sich mit dem LeEco Le Max 2 also wirklich auch auf die Schnelle und ohne an den manuellen Einstellungen zu schrauben sehr schöne Fotos knipsen.

Wer möchte, kann manuell auch einen ganzen Wust von Einstellungen vornehmen – von ISO bis zum Weißabgleich bis hin zur Belichtung.

Bei schwachem Licht stellt sich ein gewisses Grundrauschen ein, die Bildqualität bleibt aber immer noch in Ordnung. Man sieht, wie die Software eingreift und der Detailgrad allerdings deutlich abnimmt.

Die Frontkamera mit 8 Megapixeln kann Videos in 720p aufnehmen und freilich Selfies knipsen – ein Beispiel ist oben bei Zimmerbeleuchtung zu sehen. Wie bei chinesischen Smartphones üblich, kann man auch deftige Filter bzw. Weichzeichner über die Bilder legen, sollte damit aber behutsam umgehen.

Denn sonst ähneln die Aufnahmen am Ende CGI-Kreaturen bzw. weisen einen enormen Aquarell-Effekt auf (siehe oben).

Haupt- und Frontkamera sind beide für schnelle Bilder und Videos jederzeit geeignet und lassen in dieser Preisklasse keinerlei Wünsche offen.

André Westphal

Redakteur

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