Vernee Thor E: Smartphone mit Monster-Akku im Test

Einstiegsgerät für rund 95 Euro will durch seinen Akku mit 5020 mAh zum Dauer(b)renner werden

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Der chinesische Hersteller Vernee hat in seinem Heimatland so einige Smartphones am Start. Die meisten Geräte beackern die Einstiegs- bis Mittelklasse und haben in diesem Segment schon ihre Freunde gefunden. Erst im Mai 2017 erschienen, handelt es sich beim neuen Vernee Thor E um ein Modell, das vor allem durch seinen massiven Akku mit einer Kapazität von 5020 mAh punkten soll. Wir haben uns das Smartphone einmal zur Brust genommen und zeigen, ob sich das Vernee Thor E für Interessenten aus Deutschland lohnt.

Einführung

Das Vernee Thor E hat einiges mit dem bereits seit einiger Zeit erhältlichem Thor gemeinsam: In beiden Fällen dient der MediaTek MT6753 als SoC und es stehen dem Chip 3 GByte Hauptspeicher und 16 GByte Speicherplatz zur Seite. Auch der Bildschirm mit jeweils 5 Zoll Diagonale und 1280×720 Bildpunkten als nativer Auflösung bleibt identisch. Das Vernee Thor E nutzt wie das Thor eine Hauptkamera mit 13 Megapixeln und eine Webcam mit 2 Megapixeln. Doch dann kommen die Unterschiede ins Spiel: Man hat die Akkukapazität von 2800 auf stolze 5020 mAh nach oben geschraubt. Das wäre bereits für ein Flaggschiff mit entsprechenden Spezifikationen und stromhungriger Hardware eine Hausnummer, erscheint bei einem Einstiegsgerät für unter 100 Euro aber noch um einiges spezieller.

Des Weiteren bietet das Vernee Thor E an der Rückseite einen quadratischen Fingerabdruckscanner. Bei Maßen von 144x70x8,2 mm wiegt das Smartphone 149 Gramm. Das Gehäuse besteht zum Teil aus Polycarbonat und zum Teil an der Rückseite aus Metall. An Schnittstellen sind beim Vernee Thor E Wi-Fi 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0, 4G LTE (mit Band 20), Micro-USB, GPS, 3,5-mm-Audio und Dual-SIM, aber nur wenn keine microSD-Karte zum Einsatz kommt, an Bord. Auffällig ist, dass man die Kamera an der Rückseite durch eine separate Leiste hervorhebt – optisch am ehesten vergleichbar mit einem Huawei Nexus 6P.

Neben dem Akku sticht noch eine weitere Besonderheit des Vernee Thor E ins Auge: Das Smartphone verfügt an der linken Seite über einen zusätzlichen, physischen Button, der einen sogenannten E-Ink-Modus aktiviert. Vorbildlich: Im Gegensatz zu vielen anderen, günstigen Smartphones integriert Vernee am Thor E vorne auch eine Benachrichtigungs-LED. Etwas ärgerlich hingegen: An der Vorderseite gibt es drei kapazitive Buttons, die allerdings nicht aufleuchten. Entsprechend muss man sich merken, dass in der Mitte die Home-, rechts die Zurück- und links die App-Switcher-Taste sitzen.

Ab Werk dient beim Vernee Thor E direkt Android 7.0 als Betriebssystem. Überraschend: Allein während unseres Testzeitraums erhielt das Smartphone gleich drei Updates, so dass der Hersteller sich offenbar ordentlich dahinterklemmt. Dadurch erreichte das Smartphone auch die Android-Sicherheitspatch-Ebene von Mai 2017. Da sind viele andere Hersteller deutlich langsamer, selbst bei ihren Flaggschiffen. Hier hat sich Vernee gleich in der Einführung ein Sonderlob verdient.

Wir wollen uns nun zunächst einmal die Austattung im Detail ansehen, bevor wir das Smartphone durch einige Benchmarks schicken. Dabei interessiert uns natürlich vor allem die Akkulaufzeit, denn dass ein Einstiegsgerät in AnTuTu & Co. keine Rekorde aufstellt, ist nur logisch. Anschließend widmen wir uns Display und Kamera. Danach ziehen wir unser Fazit.

André Westphal

Redakteur

1 Antwort

  1. André Westphal sagt:

    Kleine Ergänzung: Die Update-Politik von Vernee ist bisher wirklich herausragend: Mittlerweile kam ein Update, welches die Sicherheitsebene auf Juni 2017 schob! Da könnten sich viele Hersteller bei ihren Flaggschiffen einmal etwas abgucken.

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