Backblaze: HDDs werden zuverlässiger

Neue Ausfallstatistik jetzt auch mit 10- und 12-TByte-Festplatten

Backblaze ist ein Anbieter von Online-Backups und Cloud-Diensten und setzt über 85.000 Festplatten ein. Auf dieser Basis untersucht die Firma regelmäßig die Zuverlässigkeit ihrer HDDs und hat jetzt eine neue Auswertung mit teilweise interessanten Ergebnissen vorgelegt. So scheinen Desktop- und Enterprise-HDDs bezüglich Zuverlässigkeit gleich gut zu sein.

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Im dritten Quartal hat Backblaze angefangen, Festplatten mit Kapazitäten von 10 und 12 TByte einzusetzen. Diese sowie die 8-TByte-Modelle werden nach und nach die bisherigen HDDs mit 3 und 4 TByte ersetzen.

Die Ausfallrate der insgesamt 86.529 Festplatten war mit 1,84 Prozent im letzten Quartal so niedrig wie noch nie. Der Hauptgrund ist allerdings das Ersetzen älterer Festplatten durch neue Modelle. Das führt dazu, dass die HDDs im Durchschnitt nicht mehr so alt sind. Nur ein 4-TByte-Modell von HGST ist im Mittel über vier Jahre alt, aber das Durchschnittsalter aller anderen Modelle liegt unter vier Jahren. Fast 80 % aller Festplatten bei Backblaze sind noch keine drei Jahre alt.

Schaut man sich die Ausfallraten der 4-TByte-Festplatten von Seagate an, so wird es auch Zeit, dass diese aus den Rechenzentren verschwinden, denn diese zeigen die Abstand höchsten durchschnittlichen Ausfälle im Vergleich zu anderen 4TB-Modellen von HGST.

Neu sind die HDDs mit 10 und 12 TByte, die in ihren ersten Wochen im Betrieb noch keine Ausfälle zu verzeichnen hatten. Da es sich noch um eine kurze Laufzeit und auch noch eine vergleichsweise geringe Zahl von Laufwerken handelt, darf man aber noch keine Rückschlüsse auf die mittel- und langfristige Zuverlässigkeit ziehen.

Außerdem vergleicht Backblaze zwei 8-TByte-Modelle von Seagte: eine Desktop- und eine Enterprise-Festplatte (ST8000NM0055 und ST8000DM002). Zum aktuellen Zeitunkt liegen die Ausfallraten sehr nahe beieinander: 1,1 % Ausfallrate beim Desktopmodell und 1,2 % Ausfallrate bei der Enterprise-HDD.
Sollte man deshalb immer die günstigere Desktop-Festplatte einsetzen? Leider hängt dies natürlich auch von anderen Faktoren ab, denn die Enterprise-HDDs bieten teilweise nützliche Features wie kürzere Anlaufzeiten, Energiesparmodi und eine längere Garantiezeit. Da hängt es immer vom jeweiligen Einsatzgebiet ab.
Interessant wird es wohl erst, wenn die Garantiezeit von 2 Jahren beim Desktop-Modell abläuft. Sollte diese dann immer noch die gleichen niedrigen Ausfallraten wie die Enterprise-HDD mit fünf Jahre Garantie aufweisen?

Quelle: Backblaze

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

1 Antwort

  1. DinoRS sagt:

    Interessanter finde ich persönlich dass Toshiba zuverlässiger ist als die (hochgejubelten) WD Platten.

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