Nvidia legt am Grafikmarkt stark zu

GPU-Verkäufe um mehr als 9 % gestiegen. aber Nvidia gewinnt sogar 30 % dazu

Wie man schon aus den guten Quartalszahlen erkennen konnte, war das dritte Quartal ein recht erfolgreiches für Nvidia. Dies haben Marktforscher nun mit eigenen Zahlen untermauert. Demnach konnte Nvidia gegenüber dem zweiten Quartal um 30 % zulegen, während AMDs Verkäufe von Grafikchips nur um 8 % gestiegen sind.

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Insgesamt stiegen die Zahlen ausgelieferter GPUs vom zweiten zum dritten Quartal um 9,3 Prozent, berichten die Marktforscher von „Jon Peddie Research“. Dieser Anstieg liegt allerdings etwas unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, denn in der Vergangenheit gingen die Zahlen vom zweiten zum dritten Quartal im Mittel um etwa 9,5 % nach oben.

Außerdem gingen die Auslieferungsmengen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres etwas zurück, nämlich um 3,3 %. Dies lag vorrangig an den Grafikchips für Notebooks, bei denen ein Rückgang im Jahresvergleich um 6 % zu verzeichnen war, während die ausgelieferten Desktop-GPUs gegenüber 2017 um 2 % zulegen konnten.

Gründe für die Erfolge der Desktop-GPUs sind Gaming und die Kryptowährungen, denn in diesen Bereichen gibnt es immer noch eine hohe Nachfrage. Dadurch konnten sowohl AMD und vor allem Nvidia zulegen, während Intel hier Defizite hat und dadurch auch Marktanteile verlor.

Bei den Marktanteilen blieb AMD insgesamt konstant und Nvidia legte auf Kosten von Intel etwas zu, sowohl im Vergleich zum vorherigen Quartal als auch gegenüber dem letzten Jahr.

Interessant noch am Rande: Fast 40 % aller neuen PC-Systeme kamen mit einer diskreten Grafikkarte, das sind vier Prozentpunkte mehr als noch im letzten Jahr. Offenbar ist vielen Kunden die integrierte Grafik einfach nicht mehr gut genug oder zumindest nicht mehr ausreichend.

Quelle: Jon Peddie Research

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

2 Antworten

  1. Safran1974 sagt:

    Kein wunder, das Nvidia auf dem Markt so stark ist.
    Auf dem Markt gibt es fast keine AMD Grafikkarten, alle ausverkauft.
    Wenn man welche bekommt, gibt es im 120 – 270 € Bereich keine von AMD.

  2. DinoRS sagt:

    Ist ja nicht nVidia dran Schuld wenn AMD es nicht hinbekommt mehr GraKas oder CPUs zu produzieren.

    Es hat auch niemand AMD dazu gezwungen seine Fabs zu verkaufen, die waren zwar nicht Besorgniserregend ausgelastet jedoch könnte man jetzt selbst steuern wieviel Arbeit für externe verrichtet wird und wieviel eigene Produkte produziert werden.

    Jetzt kann man das halt nicht mehr beeinflussen und ist auch zeitgleich alles andere als der größte Kunde, so bekommen wie man es haben wollte. Warum nVidia keine Probleme hat? Naja TSMC hat knapp 4x so viele Mitarbeiter wie GF das legt nahe dass man ganz andere Kapazitäten zur Verfügung hat.

    Desweiteren hätte AMD direkt Pascal kontern _können_ zu dessen Release (da lief die Produktion anfangs auch nicht 100% Vollgas und Rund) dann hätte das Ganze nochmals anders ausgesehen. Inzwischen bekommt man so viele Chips wie man will von nV und AMD eiert halt hinterher.

    Wichtig ist dass man bei AMD mit Fertigungsverfahren wirbt die ein Produktionspartner voraussichtlich(!) 2018 anbieten kann. Ich persönlich würde mir die Schmach (wenn der Partner es weshalb auch immer doch nicht so schnell schaffen sollte) und Häme nicht antun wollen.
    AMD hat aber die Präsentationsfolien & das Marketingteam bestens ausgestattet (immer!) weshalb mich die gegenwärtige Situation was Verfügbarkeit betrifft, keinen Cent wundert.

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