Core 9000 Serie kann auch 128 GByte RAM

Intel bestätigt: Mehr Hauptspeicher durch neue Module bzw. DRAM-Chips

Offiziell hat sich bei den neuen „Coffee Lake“ CPUs an der Unterstützung von bis zu 64 GByte Hauptspeicher nichts geändert, aber Systeme von HP mit den neuen Core 9000 Modellen können künftig auch auch bis zu 128 GByte RAM aufgerüstet werden, wie der Hersteller in seiner Ankündigung vermerkte. Intel hat dies auf Nachfrage nun bestätigt.

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Bislang konnte man seine Intel Desktop-Systeme mit maximal vier 16-GByte-Speichermodulen ausstattten, da die Prozessoren und Chipsätze von Intel in diesem Marktsegment nur eine Dual-Channel Speicheranbindung mit maximal zwei Modulen pro Kanal vorsehen. Lediglich im High-End Desktop-Bereich (HEDT) gibt es mehr. Dort unterstützt die Core X-Serie Quad-Channel RAM, also vier Kanäle mit insgesamt bis zu acht Speicherriegeln. Acht 16-GByte-Module ermöglichen hier insgesamt bis zu 128 GByte.

Nun sind kürzlich auch im Mainstream-Segment die ersten 32-GByte-Module angekündigt worden, z.B. die G.Skill Trident Z RGB DC Serie mit doppelt sovielen Chips pro Modul. Samsung als Speicherchip-Hersteller hat auch bereits 16 Gbit DDR4 RAM-Chips angekündigt, mit denen mit der gleichen Anzahl an Chips auf einem Modul die doppelte Kapazität erreicht wird als bisher. Das hat Hewlett Packard wohl dazu veranlasst zu erwähnen, dass ihre neuen PC-Systeme ab Dezember diesen Jahres auch mit insgesamt 128 GByte RAM ausgestattet werden können.

Intel erklärte nun auf Anfrage, dass die neue Intel Core 9000 Serie tatsächlich diesen hohen Hauptspeicher unterstützt: „Der Speichercontroller der neuen Intel Core Prozessoren der 9. Generation kann die DDR4 16 Gbit DIMMs unterstützen, die eine Speicherkapazität des Gesamtsystem von bis zu 128 GByte ermöglicht, wenn beide Speicherkanäle des Mainboards mit zwei Modulen dieser Art pro Kanal bestückt werden. Da DDR4 16 Gbit DIMMs gerade erst verfügbar wurden, validieren wir diese nun und planen ein Update in den nächsten Monaten.“ [Anmerkung der Red.: frei übersetzt]

Zum aktuellen Zeitpunkt spricht Intel nur von den neuen Core i9-9900K, Core i7-9700K und Core i5-9600K, so dass unklar ist, ob der Hersteller 128 GByte RAM auch für ältere „Coffee Lake“ CPUs oder sogar vorherige CPU-Generationen offiziell unterstützen wird.

Preislich ist dies aus Sicht des Anwenders natürlich ein ganz andere Frage. Momentan liegen einzelne 16-GByte-DDR4-Module bei rund 120 Euro und 64-GByte-DDR4-Kits beginnen bei etwa 460 Euro. so dass bei doppelten Kapazitäten mit entsprechend hohe Verkaufspreisen gerechnet werden muss.

Quelle: AnandTech

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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