Intels CPU-Engpässe in Kürze behoben

Lieferungen günstiger Notebook-CPUs sollen im Juni anziehen

Die Notebook-Hersteller haben vor allem im Niedrigpreisbereich seit längerem mit Engpässen bei den Mobil-CPUs von Intel zu kämpfen, weil der Marktführer seine Prioritäten bei der Fertigung auf High-End CPUs legt, da diese mehr Gewinn bringen. Nun aber hat Intel seine Partner informiert, dass man ab Juni wieder vermehrt günstigere Mobil-CPUs liefern wird.

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Das berichten taiwanische Quellen aus der Branche. Demnach werden zwar noch immer nicht ausreichend hohe Stückzahlen erwartet, aber die Engpässe sollen deutlich weniger werden.

Im ersten Quartal hatten die Notebook-Hersteller eher magere Ergebnisse vorzeichnet, weil zum Einen eben nicht genügend Prozessoren zur Verfügung standen und zum Anderen wegen saisonal schwächerer Nachfrage. Im aktuellen, den zweiten Quartal registrieren die Notebook-Anbieter aber bereits jetzt eine ansteigende Nachfrage, weil sowohl Intel als auch Nvidia neue Mobilchips eingeführt haben. Mit Core i9 und GeForce RTX 2060, GTX 1660 und 1650 sind diese zwar eher in höherpreisigen Segmenten zu finden, aber das wirke sich auch auf andere Preisbereiche aus.

Durch die Lieferschwierigkeiten von Intel haben manche Notebook-Hersteller bereits vermehrt auf AMD Ryzen Mobil-CPUs zurückgegriffen. Dies gilt vor allem bei günstigeren Modellen, aber Lenovo hat z.B. gerade erst neue ThinkPad T495, T495s und X395 Notebooks auf Basis der AMD Ryzen Pro Mobilprozessoren angekündigt, die aufgrund ihrer Ausrichtung eher nicht billig werden dürften. Nun allerdings wird erwartet, dass die PC-Hersteller mit der verbesserten Liefersituation bei Intel künftig wieder mehr Celeron, Pentium und Core CPUs vom Marktführer einsetzen werden.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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