Folding@Home gegen Coronavirus

Verteiltes Rechnen für die Suche nach Medizin bzw. Impfstoff gegen COVID-19

Das Folding@Home Projekt mit verteiltem Rechnen (Distributed Computing) ist mittlerweile rund 15 Jahre alt und diente bislang vorrangig der Suche nach Mitteln gegen Krebs, Alzheimer und Parkinson. Jetzt aber will Folding@Home auch beim Kampf gegen den neuen Coronavirus mithelfen, indem Anwender ihre Rechnerkapazitäten von CPU und Grafikkarte(n) erneut zur Verfügung stellen.

Anzeige

Dabei geht es konkret um die Darstellung der Proteine, die bei der Infektion die Lunge angreifen, denn diese können in vielerlei Form auftreten. Wissenschaftler wollen nun mehr über die Struktur dieser Proteine erfahren, um dann entsprechende Antikörper zu entwickeln. Und dafür benötigen sie Rechenmodelle, die enorme Kapazitäten erforden. Hier kann verteiltes Rechnen helfen, wenn Anwender die Rechen-Power ihrer Prozessoren und GPUs zur Verfügung stellen.

Wer mithelfen will, kann Folding@Home hier herunterladen und praktisch gleich loslegen, wenn man „Any disease“ als Forschungsziel auswählt. Dann werden die Rechenkapazitäten dem Coronavirus gewidmet. Nach Erstinstallation dauert es aber erstmal eine Weile, bis man eine Aufgabe vom Zentralrechner zugewiesen bekommt, also nicht gleich ungeduldig werden. Das Programm kann so eingestellt werden, dass man bei gewohnten Tätigkeiten nicht oder nur minimal beeinträchtigt wird oder auch, dass Berechnungen nur laufen, wenn das System gar nicht benutzt wird. Außerdem kann man anonym teilnehmen oder sich anmelden und einem Team wie z.B. PCMasterRace beitreten.

Quelle: Folding@Home

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.