Radeon RX 6800 Raytracing-Performance

Neue RDNA2 Architektur soll bei RT auf GeForce RTX 3070 Niveau liegen

Bei der Vorstellung seiner Radeon RX 6000 Grafikkarten hatte AMD zwar erklärt, dass Echtzeit-Raytracing unterstützt wird, dies aber weder demonstriert noch entsprechende Benchmarks gezeigt. Nun hat AMD auf seiner Website mehr Informationen zur RDNA2-Architektur veröffentlicht und daraus kann man ungefähr die Performance von DirectX-Raytracing ableiten.

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In den Fußnoten erklärt AMD nämlich, dass eine RDNA2-basierte Grafikkarte im DirectX-Raytracing-Benchmark von Microsoft mit Hardware-basiertem Raytracing 471 Bilder pro Sekunde erzielt und damit bis zu 13,8-mal schneller ist als mit Software-Raytracing bei gleichen Taktraten, wo nur 34 fps erreicht werden (fps = Frames per Second). Es wird zwar nicht gesagt, um welche RDNA2-Grafikkarte es sich genau handelt, aber man geht von der Radeon RX 6800 XT aus.

Diese fast 14-fache Beschleunigung wird erreicht durch die neuen „Ray Accelerator“ (Beschleuniger) in der RDNA2-Architektur, von denen es einen pro Compute-Einheit gibt. Wie dieser genau arbeitet, wurde noch nicht verraten, aber damit ist auch klar, dass die Radeon RX 6800 XT mehr RA-Einheiten besitzt als die einfache Radeon RX 6800 und weniger als die Radeon RX 6900 XT, das neue Flaggschiff.

Die Ergebnisse kann man den GeForce RTX 30 Grafikkarten von Nvidia gegenüber stellen, denn es gibt vergleichbare Resultate des DXR-Benchmarks. So erreicht die GeForce RTX 3070 ungefähr 475 fps und die RTX 3080 bereits 630 fps. Damit liegt die vermeintliche Radeon RX 6800 XT bei Hardware-unterstütztem Echtzeit-Raytracing in der Theorie leistungsmäßig ungefähr auf dem gleichen Niveau wie die RTX 3070. Wie das in Spielen und anderen Anwendungen bzw. in der Praxis aussieht, muss man aber natürlich noch abwarten.

GeForce RTX 3080 DXR Benchmark

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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