Intel: Aktionäre sind unzufrieden mit dem Management

Chip-Hersteller verliere seine Rolle als Marktführer

Bei Intel rappelt es offenbar in der Kiste: Der Investor Third Point ist unzufrieden mit der Strategie des Unternehmens. So verlangt man vom Management zu überdenken, ob Chip-Design und -Fertigung wirklich unter einem Dach bleiben sollten. Denn in der Fertigung sei die Konkurrenz von etwa TSMC längst vorbeigezogen. Third Point ist ein großer Investor und hält Anteile von ca. 1 Mrd. US-Dollar an Intel.

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Aktuell liegt Intels Marktwert allerdings bei ca. 200 Mrd. US-Dollar. Der Aktienkurs von Intel fiel im letzten Jahr um ca. 21 %. Verantwortlich waren viele Ereignisse. Etwa dürfte auch Apples Abkehr von der x86-Architektur dazu beigetragen haben. So hat Apple damit begonnen für seine PCs und Notebooks eigene Chips auf ARM-Basis einzusetzen und will dies in Zukunft immer weiter ausbauen. Damit verliert Intel einen wichtigen Abnehmer.

Third Point wirft Intel nun sowohl vor den Markt für KI vernachlässigt zu haben als auch bei der Fertigung zurückzuliegen. Etwa ist man sehr unzufrieden damit, dass Intel seine Herstellung im 7-Nanometer-Verfahren auf Ende 2022 bzw. Anfang 2023 verschieben musste. Selbst die 10-nm-Fertigung sei ja noch ein Wunschtraum, sodass aktuelle Intel-Chips für Desktop-PCs im 14-nm-Verfahren entstehen. Die Konkurrenz wiederum bereite bereits die 5-nm-Fertigung vor.

Intel selbst reagierte diplomatisch auf die Kritik von Third Point. Man sei für alle Vorschläge offen.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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