No more „Made in Germany“: Sennheiser klinkt sich aus dem Markt für Privatkunden aus

Sparte wird an die Schweizer von Sonova verkauft

Das deutsche Traditionsunternehmen Sennheiser verabschiedet sich aus dem Markt für Privatkunden. Das läutet das Ende einer Ära ein. Schon im Februar 2021 hatte man bekannt gegeben, dass man für seine Consumer-Sparte nach neuen Optionen suchte. Nun ist es offiziell: Sennheiser verkauft die Abteilung an das Schweizer Unternehmen Sonova Holding AG mit Sitz in Stäfa. Es fehlt noch die Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden, was jedoch nur eine Formsache sein sollte. Sennheiser als Marke wird es dann jedoch weiterhin für Privatkunden geben. Unter Lizenz wird dann aber eben Sonova dahinter stecken.

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Sonova hat dazu erklärt, dass man sich des Qualitätsanspruches der Marke bewusst sei und jenen aufrechterhalten wolle – sowohl was den Klang als auch die Verarbeitung betreffe. Entsprechend werde man in Zukunft sowohl Kopfhörer als auch Soundbars unter der Marke Sennheiser anbieten. Insbesondere im Markt für sprachoptimierte Hearables sowie für True Wireless und High-End Kopfhörer wolle Sonova sich da stark aufstellen. Sennheiser werde sich im Gegenzug auf die Geschäftsfelder Pro Audio, Business Communications und Neumann konzentrieren.

Dabei wird Sonova auch die Entwicklungs- und Produktionsbereiche von Sennheiser übernehmen, was für die Marke, welche wie gesagt unter Lizenz weiter Produkte für Privatkunden schmücken wird, eine gewisse Kontinuität garantieren sollte. Am Ende werden aber sicherlich viele bisherige Kunden skeptisch sein, ob Sennheiser dann wirklich immer noch Sennheiser heißt, wenn es um die gewohnte Qualität geht. Da muss Sonova nun eben beweisen, dass den Worten auch Taten folgen.

Quelle: Sennheiser

André Westphal

Redakteur

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