TSMC: Preise für CPUs & Grafikkarten steigen 6 bis 9 %

Höhere Preise sind auf Inflation zurückzuführen, sagt der Auftragsfertiger

Die Preise für PC-Komponenten normalisieren sich derzeit, nachdem die Pandemie und der Mining-Boom praktisch vorüber sind. Allerdings soll das in naher Zukunft nicht so bleiben. Die Preise für Grafikkarten und Prozessoren könnten laut TSMC im Jahr 2023 bis zu 9 Prozent steigen. Das liegt aber wohl nicht allein am Auftragsfertiger Taiwans.

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Preiserhöhungen für Grafikkarten und Prozessoren sind demnach aufgrund des aktuellen globalen Inflationstrends zu erwarten. Infolgedessen prognostiziert Halbleiterhersteller TSMC („Taiwan Semiconductor Manufacturing Company“), dass Grafikkarten und Prozessoren ab Januar 2023 um 6 bis 9 Prozent teurer werden, wie DigiTimes berichtet.

Diese Prognose kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn die drei größten Chiphersteller – TSMC, Samsung und Intel – arbeiten momentan an einer Steigerung der Chipproduktion, um die Nachfrage des Marktes zu befriedigen und Geräte der nächsten Generation herzustellen, wie etwa die nächsten AMD Ryzen 7000 CPUs oder Intels nächste CPU-Generation „Raptor Lake“. Allerdings sind weder Unternehmen noch Verbraucher bereit, höhere Preis für Produkte zu zahlen – insbesondere für Produkte, die man nicht dringend benötigt. Darüber hinaus erfolgt die prognostizierte Preiserhöhung zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Wirtschaftslage verschlechtert und die Preise für lebensnotwendige Güter steigen.

Trotz dieser Bedenken bleiben die Aussichten für das Unternehmen TSMC positiv. Mitte Juli wird der Auftragsfertiger seinen Halbjahresbericht vorstellen. Einiges deutet darauf hin, dass der taiwanesische Halbleiterhersteller zum ersten Mal mehr Chips als Intel fertigen könnte.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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