Apple könnte seine MacBook-Reihe schon bald um ein neues Flaggschiff erweitern. Laut aktuellen Informationen des Apple-Insiders Mark Gurman arbeitet der Konzern aus Cupertino an einem Laptop mit OLED-Touchscreen, der intern als ultimatives portables Mac positioniert wird. Der Name ist noch nicht final bestätigt, doch intern wird offenbar über die Bezeichnung „MacBook Ultra“ diskutiert.
Anders als frühere Gerüchte über ein MacBook Pro mit OLED und Touch statt Notch vermuten ließen, soll das neue Gerät kein Ersatz für bestehende Modelle sein. Stattdessen plant Apple offenbar eine Erweiterung der bestehenden Produktpalette. Das potenzielle MacBook Ultra würde sich oberhalb der gerade vorgestellten Apple MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max positionieren und damit eine neue Spitzenklasse im Portfolio bilden.
Mit der jüngsten Einführung des MacBook Neo Einstiegs-Notebooks mit Smartphone-Chip sowie den aktualisierten Pro-Geräten wird die MacBook-Familie damit so breit aufgestellt wie selten zuvor. Sollte das Ultra-Modell tatsächlich erscheinen, hätte Apple vom Einstieger-Laptop bis zur absoluten High-End-Workstation eine deutlich stärker segmentierte Produktstrategie.
Technisch könnte das als MacBook Ultra kolportierte Gerät einige der größten Designänderungen der letzten Jahre bringen. Laut des gewöhnlich gut unterrichteten Insiders soll das neue Modell ein OLED-Display verwenden, erstmals einen Touchscreen in einem MacBook integrieren sowie die „Dynamic Island“ statt der bisherigen Display-Notch einsetzen. Gerade der Touchscreen wäre ein bemerkenswerter Richtungswechsel. Apple hat sich über viele Jahre kritisch gegenüber Touch-Laptops geäußert. Steve Jobs bezeichnete das Konzept einst als „ergonomisch schrecklich“. Doch angesichts des starken Wettbewerbs im Premium-Laptop-Segment scheint Apple seine Position vorsichtig anzupassen.
Während Apple im März seine regulären MacBook-Pro-Updates veröffentlicht, soll das größere Redesign erst gegen Ende des Jahres erscheinen. Zu diesem Zeitpunkt könnten auch neue Chips vorgestellt werden, die speziell für das Ultra-Design optimiert sind. Mit dem Wechsel auf OLED dürfte außerdem der Preis steigen. Historisch hat Apple bei Geräten mit OLED-Displays regelmäßig einen Aufpreis verlangt – ein Muster, das bereits beim OLED-Upgrade des iPad zu beobachten war. Intern laufen die Projekte angeblich unter den Codenamen „K114“ und „K116“.
Parallel zur Hardware-Strategie hat Apple auch Änderungen bei der Chip-Technologie vorgenommen. In der aktuellen MacBook-Generation kommt erstmals eine neue Packaging-Technologie von TSMC zum Einsatz: „SoIC-MH 2.5D“. Der entscheidende Unterschied: Apple trennt erstmals „CPU/NPU“ und „GPU“ physisch voneinander, statt wie bisher alles auf einem einzigen monolithischen Die zu integrieren.
Diese modulare Struktur bringt mehrere Vorteile: bessere Skalierbarkeit der CPU-Cluster, separate GPU-Erweiterung mit deutlich mehr Kernen, mehr Produktvarianten (SKUs) ohne extrem große Chips sowie höhere Fertigungsausbeute (Yield). Große monolithische Chips nähern sich häufig dem sogenannten Reticle-Limit von rund 830 mm², was die Wahrscheinlichkeit defekter Dies erhöht. Durch die Aufteilung kann Apple größere Rechenleistungen anbieten, ohne diese Grenze zu überschreiten.
Die neue Architektur könnte langfristig deutlich leistungsstärkere Chips ermöglichen. Denkbar wären zusätzliche „Super Cores“ für maximale Single-Thread-Performance, mehr „M-Tier“-Performance-Kerne und GPUs mit deutlich über 40 Kernen, wie sie aktuell im M5 Max stecken. Sollte Apple diese Skalierung vollständig ausnutzen, könnte ein zukünftiges MacBook Ultra nicht nur ein neues Design bringen, sondern auch einen erheblichen Sprung bei der Rechenleistung markieren.
Ob Apple das Gerät tatsächlich „MacBook Ultra“ nennen wird, ist laut Gurman noch nicht endgültig entschieden. Möglich wäre auch eine Variante innerhalb der Pro-Serie mit klaren Differenzierungsmerkmalen. Eines scheint jedoch wahrscheinlich: Apple arbeitet an einem neuen Spitzenmodell – und dieses könnte die MacBook-Strategie der kommenden Jahre prägen.
Quelle: Bloomberg

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