Nvidia GeForce Now ist ein Cloud-Gaming-Dienst mit verschiedenen Abostufen. Er erlaubt es, kompatible PC-Spiele von Plattformen wie Steam, GOG.com oder dem Epic Games Store über eine Internetverbindung zu nutzen – ganz ohne eine Spielekonsole oder einen leistungsfähigen Gaming-Rechner. Mit ein paar Kniffen haben Modder es nun geschafft, die GeForce-Now-Oberfläche auszuhebeln und auf den vollwertigen Windows-11-Desktop in der Cloud zuzugreifen.
Dies hat es dann ermöglicht, Programme zu starten oder sogar lokale KI-Modelle auszuführen. Aus dem Cloud-Gaming-Dienst wurde so eine vollwertige Virtual Machine. Das ist natürlich nicht so gewollt, dieser Unterbau soll Anwendern eigentlich verborgen bleiben. Als Basis nutzte man das Spiel „Trove“ von Steam und den Kniff, in einer Steam-Sitzung anstelle einer vorgesehenen Datei eine andere Anwendung auszulösen. Der Nutzen des Tricks ist jedoch begrenzt.
Denn die Cloud-Gaming-Sitzungen sind immer zeitlich beschränkt und nach dem Ende einer Session wird die virtuelle Umgebung komplett zurückgesetzt. Zudem bleiben Schutzmechanismen, sodass etwa das Herunterladen von Dateien und der Zugriff auf kritische Teile des Systems eingeschränkt sind. Nvidia arbeitet offenbar ohnehin daran, diese Option auszuhebeln, denn „Trove“ ist deswegen wohl temporär nicht mehr über GeForce Now verfügbar.
Empfehlenswert ist die Nachahmung ohnehin nicht, denn sie verstößt gegen die Nutzungsbedingungen. Nvidia könnte experimentierfreudigen Kunden also das Abo als Reaktion kündigen.
Quelle: Zortos (X)

Neueste Kommentare
8. August 2026
7. August 2026
6. August 2026
23. Juli 2026
23. Juli 2026
21. Juli 2026