Anthbot M9 Pro Mähroboter im Test - Seite 2

Kompakter Mähroboter mit LiDAR & RTK für 1300 Euro

Anzeige

Anthbot M9 Pro im Detail

Das Gehäuse des Anthbot M9 Pro ist kompakt gehalten und setzt auf eine Kombination aus Grau und Schwarz. Aufgelockert wird das ansonsten eher zurückhaltende Design durch die lilafarbenen Ringe an den großen Hinterrädern. Bei der Verarbeitung hinterlässt der M9 Pro einen ordentlichen Eindruck. Das Gehäuse ist sauber zusammengesetzt und auch während unseres Tests konnten wir keine störenden Spaltmaße oder lockeren Bauteile feststellen.

Bei den Abmessungen liegt der M9 Pro bei rund 49,8×39,2×25,1 Zentimetern. Das Gewicht beträgt etwas mehr als 10 Kilogramm und fällt damit angenehm moderat aus. Gerade beim Transport oder bei der Reinigung ist das geringe Gewicht praktisch.

Auffällig ist vor allem der zylinderförmige LiDAR-Sensor auf der Oberseite. Zusammen mit RTK beziehungsweise NetRTK sowie zwei KI-Kameras bildet dieser die sogenannte HoloSense Quad-Fusion Navigation. Anthbot kombiniert dabei vier Technologien, um den Mähroboter möglichst präzise zu positionieren und auch bei eingeschränktem Satellitenempfang navigieren zu können. Während RTK auf offenen Flächen für die genaue Positionsbestimmung sorgt, kann der 360-Grad-LiDAR die Umgebung dreidimensional erfassen. Die beiden Frontkameras unterstützen zusätzlich bei der Hinderniserkennung und der Orientierung. Genau diese Kombination ist im Alltag interessant, denn der Roboter ist dadurch nicht ausschließlich auf ein einzelnes Navigationssystem angewiesen.

Bemerkenswert ist dabei die Möglichkeit, auf die physische RTK-Station zu verzichten. Bei ausreichendem Mobilfunkempfang kann der M9 Pro NetRTK über die integrierte 4G-Verbindung verwenden. Dadurch reduziert sich der Installationsaufwand nochmals deutlich. Beim Kauf ist das erste Jahr für den 4G/NetRTK-Service kostenlos. Danach fallen 39,90 Euro pro Jahr an.

Beim Fahrwerk setzt der Hersteller auf zwei große, einzeln angetriebene Hinterräder und zwei frei bewegliche Vorderräder. Gesteuert wird der Mähroboter dabei über die Hinterachse, indem die beiden Hinterräder unterschiedlich schnell oder in entgegengesetzte Richtungen drehen. Dadurch kann sich der M9 Pro nahezu auf der Stelle wenden, was besonders in engen und verwinkelten Gartenbereichen praktisch ist.

Das grobe Profil der Hinterreifen soll zusätzlich für eine gute Traktion sorgen. Laut Hersteller bewältigt der M9 Pro Steigungen von bis zu 45 Prozent beziehungsweise 24 Grad und kann Hindernisse mit einer Höhe von bis zu drei Zentimetern überwinden. Für die Traktion ist zudem ein TCS-System vorhanden, das ein Durchdrehen der Räder reduzieren soll.

Auf der Oberseite befinden sich der große rote Stopp-Knopf, der Regensensor und ein einfaches Bedienfeld. Der STOP-Button lässt sich dadurch auch während des Betriebs schnell finden und betätigen. Der auffällige LiDAR-Turm nimmt dabei einen großen Teil des oberen Bereichs ein und ist gleichzeitig das optische Erkennungsmerkmal des M9 Pro.

Dreht man den Mähroboter um, sieht man den 20 Zentimeter breiten Mähteller mit fünf frei beweglichen Klingen. Die Schnittbreite beträgt entsprechend 20 Zentimeter. Die Schnitthöhe lässt sich über die App zwischen 30 und 70 Millimetern einstellen. Der M9 Pro arbeitet dabei nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern fährt die Rasenfläche in geraden, systematischen Bahnen ab, was für ein gleichmäßiges Schnittbild sorgen soll. Der verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 5 Ah beziehungsweise 90 Wh.

Laut Hersteller ist der Anthbot M9 Pro für Rasenflächen bis zu 1000 m² ausgelegt und soll unter optimalen Bedingungen eine Flächenleistung von bis zu 150 m² pro Stunde erreichen. Die maximale Steigung wird mit 45 Prozent angegeben. Beim Geräuschpegel nennt Anthbot bis zu 58 dB, zudem ist das Gerät nach IPX6 gegen Wasser geschützt. Bei der Konnektivität stehen WLAN, Bluetooth und 4G zur Verfügung.

Der Preis für den Anthbot M9 Pro liegt derzeit bei 1299 Euro (Amazon).

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

Twitter / Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert