Praxistest
Mitunter der wichtigste Aspekt eines Mähroboters ist natürlich das Mähen selbst. Hier liefert der Anthbot M9 Pro insgesamt eine gute Vorstellung ab.
Der Mäher fährt systematische Parallelbahnen und hinterlässt dabei ein sauberes und gleichmäßiges Schnittbild. Auch auf einem Testgelände mit Unebenheiten und Hanglage arbeitete der Roboter die Fläche zuverlässig ab. Ungemähte Bahnen oder größere ausgelassene Bereiche konnten wir im Test nicht feststellen.
Positiv fällt außerdem der Kantenschnitt auf. An ebenerdigen Übergängen kann der M9 Pro mit einem Teil seines Gehäuses über die Rasenkante hinausfahren, sodass das Mähwerk vergleichsweise nah an den Rand kommt. Bei erhöhten Beeteinfassungen, Mauern oder Zäunen bleibt dagegen konstruktionsbedingt ein schmaler Streifen stehen.
Auch die Hinderniserkennung gehört grundsätzlich zu den Stärken des M9 Pro, wobei sie nicht ganz fehlerfrei arbeitet. Größere Gegenstände wie Äste, Spielzeug oder Menschen wurden im Test zuverlässig erkannt und umfahren. Kleine oder flache Objekte wurden dagegen teilweise übersehen. So wurden unter anderem ein kleiner Ball oder ein flach liegender Schlauch wiederholt überfahren.
- Anthbot M9 Pro – Mähen
- Anthbot M9 Pro – Mähen
Bei der Navigation zeigt sich der Mähroboter dagegen sehr souverän. Die Kombination aus RTK, LiDAR und Kameras sorgt dafür, dass der M9 Pro auch bei eingeschränktem Satellitenempfang zuverlässig weiterarbeitet. Selbst bei einem testweise unterbrochenen RTK-Signal setzte der Roboter seine Arbeit fort und blieb innerhalb der vorgegebenen Mähfläche. Auch an engen Stellen kann das Gerät dank seiner nahezu 180-Grad-Drehung auf der Stelle gut manövrieren.
Die vom Hersteller angegebenen bis zu 150 Quadratmeter pro Stunde konnten wir allerdings nicht erreichen. Unter anspruchsvolleren Bedingungen lagen wir bei etwa 70 Quadratmetern pro Stunde. Auf günstigeren Flächen wurden rund 100 Quadratmeter pro Stunde erzielt. Die tatsächliche Flächenleistung hängt damit stark von Gelände, Hindernissen und der Zonenaufteilung ab.
Beim Komfort punktet der Mähroboter zusätzlich mit seiner leisen Arbeitsweise. Die maximale Lautstärke von rund 58 dB ist im Alltag angenehm unauffällig und ermöglicht grundsätzlich auch einen Einsatz am Morgen oder in den Abendstunden.



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