Anthbot M9 Pro Mähroboter im Test - Seite 3

Kompakter Mähroboter mit LiDAR & RTK für 1300 Euro

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Inbetriebnahme

Ein großer Vorteil des Anthbot M9 Pro ist der Verzicht auf ein Begrenzungskabel. Dadurch spart man sich das aufwendige Verlegen und Eingraben eines Drahts.

Die Ladestation sollte möglichst eben aufgestellt werden und einen freien Ein- und Ausfahrweg besitzen.

Für einen guten Satellitenempfang sollte die RTK-Antenne möglichst frei stehen und nicht direkt neben hohen Bäumen oder Gebäuden platziert werden. Wer diesen Aufwand vermeiden kann, profitiert mit NetRTK von einer besonders einfachen Installation.

Wer NetRTK nutzen kann, kommt besonders schnell zum ersten Einsatz. In diesem Fall kann die physische RTK-Referenzstation vollständig entfallen. Anthbot bewirbt den M9 Pro deshalb als Gerät, das sich mit LiDAR und NetRTK innerhalb weniger Minuten einrichten lässt. Auf der Hersteller-Website wird eine Einrichtung in drei Minuten genannt.

Anschließend wird der Mähroboter über die Anthbot -App eingerichtet. Die App ist für Android und Apple-Systeme verfügbar und lässt sich direkt via Google Play Store bzw. Apple App Store installieren. Die erste Verbindung erfolgt per Bluetooth, anschließend kann das Gerät mit dem WLAN beziehungsweise dem mobilen Datennetz verbunden werden.

Beim ersten Start der App ist zunächst eine Registrierung per E-Mail nötig, ein reiner Offline-Betrieb ist nicht möglich.

Vor dem ersten regulären Mähen muss eine virtuelle Karte der Rasenfläche erstellt werden. Dafür bietet die Anthbot-App eine automatische Kartierung sowie eine manuelle Variante.

Die automatische Kartierung soll laut Hersteller mit einem Fingertipp gestartet werden und die Rasenfläche selbstständig erfassen.

In der Praxis funktioniert das vor allem bei klar erkennbaren Rasengrenzen gut. Wo Rasen direkt an Wege, Mauern oder andere eindeutige Flächen grenzt, werden die Konturen weitgehend korrekt erkannt. Bei Beeten, niedrigen Pflanzen oder ausladenden Büschen stößt die Automatik dagegen schneller an ihre Grenzen.

Für komplexere Bereiche bietet sich deshalb die manuelle Kartierung an. Dabei wird der M9 Pro über virtuelle Bedienelemente in der App entlang der gewünschten Rasenkante gesteuert. Die Steuerung reagiert dabei recht direkt und benötigt in engen Bereichen etwas Gefühl. In unserem Test war die manuelle Kartierung in weniger als 10 Minuten erledigt.

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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