ARM-Prozessoren erreichen AMD-Niveau im Notebook-Markt

Apple- und Qualcomm-CPUs kommen auf überraschend hohe Marktanteile

Apple Silicon auf Basis von ARM-Architekturen hat sich in bemerkenswert kurzer Zeit zu einem ernstzunehmenden Faktor im globalen Notebook-Markt entwickelt. Und seit Kurzem bietet auch Qualcomm auf ARM basierende Snapdragon-CPUs für Laptops an. Laut Daten der Marktforscher von Mercury Research erreicht ARM dadurch mittlerweile einen Laptop-Marktanteil, der mit dem von AMD vergleichbar ist – einem Anbieter, der seit Jahrzehnten fest in diesem Segment etabliert ist.

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Der strategische Wendepunkt kam im November 2020, als Apple MacBooks mit eigenem Chip offiziell eingeführt hat, dem M1-SoC, und damit den vollständigen Abschied von Intel-Prozessoren einleitete. Statt auf Standard-x86-CPUs setzte Apple fortan auf eigene ARM-basierte Designs, optimiert für macOS, Energieeffizienz und enge Hard- und Software-Integration. Fünf Jahre später zeigt sich, dass dieser Schritt nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich war.

Die aktuellen Zahlen von Mercury Research, ausgewertet durch Bernstein Research, verdeutlichen die Verschiebungen im Notebook-Markt: AMD hält derzeit einen Marktanteil von rund 21 bis 22 Prozent, während ARM, und damit derzeit überwiegend Apple, knapp dahinter mit 18 bis 19 Prozent folgt. Angesichts der vergleichsweise kurzen Zeit, in der Apple eigene Prozessoren für Macs anbietet, ist diese Entwicklung bemerkenswert. Apple befindet sich inzwischen im sechsten Jahr seines eigenen Silicon-Ökosystems – und das Wachstum zeigt bislang keine Anzeichen einer Abschwächung.

Intel bleibt zwar mit über 60 Prozent Marktanteil weiterhin führend im Notebook-Segment, doch der Trend ist eindeutig: Der Anteil des einst dominierenden Herstellers ist seit Jahren rückläufig. Apple und AMD profitieren dabei auf unterschiedliche Weise von Intels Schwäche.

CPU-Marktanteile 2025 (Quelle: Mercury Research)

Auch im Desktop-Segment konnten Apple und ARM Fuß fassen. Hier liegt der Marktanteil bei rund 10 Prozent, ein Wert, der angesichts der traditionell starken Position von Intel und AMD durchaus als Erfolg zu werten ist. Auffällig ist jedoch, dass Marktanteile, die Intel im Desktop-Bereich verliert, nahezu vollständig an AMD gehen. Dies deutet auf eine wachsende Akzeptanz von AMD-Prozessoren bei klassischen Desktop-Nutzern hin, während Apple vor allem in seinem eigenen Ökosystem Marktanteile gewinnt.

Quelle: jukan05 @ X

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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