Qualcomm: Snapdragon-Sparte drohen Einbrüche

Speicherkrise wirkt sich indirekt auf den Chiphersteller aus

Die Speicherkrise dauert an und wird die IT-Branche wohl noch das gesamte Jahr 2026, aber auch 2027, prägen. Während Speicherhersteller profitieren und Umsätze in Rekordhöhe vermelden, sieht es für andere Hersteller weniger rosig aus. Qualcomm etwa muss wohl mit sinkenden Verkaufszahlen seiner Chips rechnen. Denn die Smartphone- und Tablet-Hersteller stellen sich auf sinkende Absatzmengen wegen der gestiegenen Preise ein, die sie auch an die Kunden weitergeben müssen. Daher bestellen sie präventiv weniger SoCs.

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Offenbar läuft es so, dass sich bei Partnern die Lager zwar leeren, aber die Nachbestellungen von SoCs stocken. Qualcomm hofft nun, dass sich die Lage im 2. Quartal 2026 ein wenig beruhigen könnte. Dennoch rechnet man für das 2. Quartal 2026 nur noch mit einem Umsatz von 4,9 Mrd. US-Dollar. Das wäre der geringste Wert seit 2021. Zwar kann Qualcomm in anderen Marktsegmenten abseits des mobilen Bereichs seine Stärken ausbauen, etwa im Bereich Automotive, doch das wird nicht ausreichen, um das Schrumpfen im mobilen Segment aufzufangen.

Qualcomms Aktie ist nach Abgabe der Prognosen und des letzten Quartalsberichts zunächst um rund 7 % im Kurs gefallen. Allerdings stieg die Aktie dann erneut im zweistelligen Bereich, da der Hersteller zugleich bestätigt hat, dass man ab Ende 2026 die ersten KI-Beschleuniger an Partner liefern werde. Diese Chips sollen zwar in Sachen Leistung nicht mit Nvidia und Co. konkurrieren können, aber einen ersten Schritt in jenen Markt darstellen, auf dem Qualcomm dann später aufbauen könnte.

Quelle: Seeking Alpha

André Westphal

Redakteur

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