Auch der Commodore 64C (C64 II) kommt zurück

Retro-Gehäuse des FPGA-Remake trifft moderne Technik mit HDMI, USB und WLAN

Die Retro-Computing-Szene bekommt weiteren Aufwind: Die Marke Commodore bereitet die Veröffentlichung eines neuen Systems vor, das gleichermaßen Nostalgie und moderne Technik vereint. Mit dem Commodore 64C Ultimate soll Ende 2026 eine Neuinterpretation des legendären 8-Bit-Heimcomputers erscheinen – mit einem bemerkenswert hohen Anspruch an historische Authentizität.

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Ein zentrales Merkmal des neuen Commodore 64C Ultimate ist die Verwendung der originalen Spritzgussformen aus dem Jahr 1986. Dadurch entspricht das Gehäuse nicht nur in Form und Größe exakt dem damaligen Design, sondern reproduziert sogar kleine Unregelmäßigkeiten, die durch den damaligen Fertigungsprozess entstanden sind. Diese Detailtreue dürfte insbesondere Sammler und Puristen ansprechen.

Die Geschichte dieser Formen ist ungewöhnlich: Ursprünglich in Japan eingesetzt, wurden sie später in Pennsylvania wiederentdeckt, 2014 restauriert und schließlich an ein deutsches Unternehmen übergeben. Inzwischen sind sie wieder im Besitz von Commodore und ermöglichen nun eine nahezu identische Reproduktion des klassischen Designs des Commodore 64C.

Während das Äußere stark an das Original erinnert, wurde das Innenleben grundlegend modernisiert. Anstelle der historischen Chips kommt eine FPGA-basierte Architektur zum Einsatz. Diese rekonfigurierbare Hardware bildet die Funktionalität des ursprünglichen Systems präzise nach, bietet jedoch gleichzeitig moderne Schnittstellen wie HDMI, USB und WLAN.

Das Ergebnis ist ein System, das klassische Software weiterhin unterstützt, sich aber problemlos in aktuelle Setups integrieren lässt. Alte Monitore oder Peripheriegeräte werden damit überflüssig – ein klarer Vorteil gegenüber originaler Hardware.

Startlight-Edition des Commodore 64C Ultimate

Die Neuauflage ist Teil der Wiederbelebung der Marke Commodore, die seit der Übernahme durch den YouTuber Perifractic im Jahr 2024 neue Impulse erhält. Nach einer ersten Neuauflage des ursprünglichen Commodore 64 im klassischen Brotkasten-Design als Commodore 64 Ultimate, von dem innerhalb der ersten zwei Monate nach Erscheinen bereits über 10.000 Geräte verkauft wurden, stellt der 64C Ultimate die zweite größere Hardware-Veröffentlichung dar und erweitert das Portfolio um ein Modell mit stärkerem Fokus auf Authentizität und Alltagstauglichkeit.

Der Einstiegspreis liegt bei 350 US-Dollar für die herkömmlich beige Version. Darüber hinaus sind zwei Sondereditionen geplant: Die „Starlight“-Edition mit transparentem Gehäuse für 400 US-Dollar sowie die „Founders“-Edition mit goldenen Akzenten für 550 US-Dollar. Die Produktion soll im September starten, mit einer Auslieferung noch vor Jahresende 2026.

Alle Versionen von C64 & C64C Ultimate

Quelle: Commodore

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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