Preistreiberei beim RAM? Sammelklage gegen Samsung, SK Hynix und Micron

Angeblich hat es Preisabsprachen gegeben

Die Speicherkrise ist real. RAM, SSDs, Festplatten und alle Produkte, die Speicher enthalten, sind in den letzten Monaten stark im Preis gestiegen. Allerdings denkt mancher Leser sich vielleicht, dass die Hersteller die Preise eventuell unverhältnismäßig zu den eigenen Kostensteigerungen erhöhten, um die Margen zu steigern – eine passende Begründung steht ja stets bequem zur Verfügung. Diesen Vorwurf richtet eine Sammelklage nun direkt an die Zulieferer Micron, Samsung und SK Hynix.

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In der Klage wirft man den Speicherherstellern vor, gezielt die Auslieferungsmengen gedrückt und die hohen Preise untereinander abgesprochen zu haben. Angestoßen wurde die Klage von einem Verbund aus Privat- und Geschäftskunden. Man wirft den drei Firmen vor, z. B. in Absprache gezielt die Lieferungen von DDR3- und DDR4-RAM reduziert zu haben. Verdächtig findet man da auch, dass die DRAM-Preise gestiegen seien, aber dennoch keiner der Zulieferer seine Produktion darauf angepasst habe.

Letzten Endes erklärt die Klageschrift, dass Micron, Samsung und SK Hynix die DRAM-Versorgung gemeinsam kontrollieren und nicht mehr herausgefordert werden können, da die Produktion von Fabriken zum einen Jahre dauere und zum anderen zweistellige Milliardenbeträge koste. Dazu kämen komplexe Handelsbeschränkungen und makroökonomische Bedingungen.

Am Ende sei es daher für die drei Hersteller möglich gewesen, Preisabsprachen zu treffen und den Markt gemeinsam zu ihren Gunsten zu verzerren. Dabei verweist man auch darauf, dass die Firmen bereits in der Vergangenheit bei Preisabsprachen erwischt worden seien.

Wie es nun mit der Sammelklage weitergeht und ob an den Vorwürfen etwas dran ist, muss natürlich die Zeit zeigen.

Quelle: Law360

André Westphal

Redakteur

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