Wiederauflage des AMD Ryzen 7 5800X3D in den USA fast vergriffen

Scalper treiben Preise der 10th Anniversary Edition auf über 600 US-Dollar

Die AMD Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition ist offiziell im Handel angekommen – allerdings offenbar in begrenzten Stückzahlen. Das geringe Angebot hat in den USA bereits am ersten Verkaufstag zu einer bekannten Entwicklung geführt: Scalper kaufen verfügbare Exemplare auf und bieten sie mit massiven Preisaufschlägen auf Zweitmarktplätzen an.

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AMD setzt die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) auf 350 US-Dollar fest. Auf Plattformen wie eBay werden jedoch bereits Preise von über 600 Dollar verlangt. Mehrere bereits abgeschlossene Verkäufe lagen zwischen 540 und 585 Dollar, während einzelne Angebote sogar bis zu 750 Dollar erreichen – mehr als doppelt so viel wie der offizielle Verkaufspreis. Für interessierte Käufer lohnt sich daher Geduld, denn AMD hat bereits angekündigt, dass sich die Liefersituation in den kommenden Wochen verbessern soll.

Zum Verkaufsstart Ende letzter Woche war der Prozessor nur kurzzeitig bei großen US-Händlern wie Newegg, Best Buy oder B&H Photo verfügbar. Viele Kunden berichten, dass der Prozessor zwar kurzzeitig als lagernd angezeigt wurde, der Kaufvorgang jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte, bevor die Bestände wieder vergriffen waren. Eine Ausnahme bildet Micro Center. Der US-Händler konnte den Prozessor sowohl einzeln als auch in Upgrade-Bundles mit kompatiblen AM4-Mainboards und DDR4-Arbeitsspeicher anbieten.

Hierzulande sieht die Situation bislang anders aus. In Preisvergleichsdiensten wie Geizhals ist die Jubiläumsausgabe des Ryzen 7 5800X3D bei etlichen Online-Händlern als „lagernd“ gelistet. Einige andere geben die CPU als „bestellt“ an, versprechen aber eine Lieferung in 2 bis 4 Werktagen. Auch halten sich die Händler überwiegend an AMDs UVP.

Trotz des Namens betont AMD, dass die 10th Anniversary Edition keine streng limitierte Sonderauflage ist. Das Unternehmen plant eine fortlaufende Produktion, sodass weitere Lieferungen folgen werden. Die aktuelle Knappheit sei daher vor allem auf die hohe Nachfrage zum Marktstart sowie auf eine gestaffelte Auslieferung an den Handel zurückzuführen. Wer den Prozessor aktuell nicht erwerben kann, muss also nicht befürchten, dauerhaft leer auszugehen.

Wer auf technische Neuerungen hofft, wird allerdings enttäuscht. Die Anniversary Edition entspricht technisch praktisch vollständig dem ursprünglichen Ryzen 7 5800X3D. Laut AMD kommt lediglich ein überarbeiteter Bonding-Prozess bei der Fertigung zum Einsatz. An den Spezifikationen ändert sich dadurch jedoch nichts. Es bleibt bei unveränderteb Taktraten, der identischen Kern- und Thread-Anzahl sowie der gleichen Gaming-Performance.

Zum offiziellen Preis von 350 US-Dollar bleibt der Ryzen 7 5800X3D eine der attraktivsten Upgrade-Optionen für Besitzer älterer Ryzen-Systeme. Gerade im Gaming liefert der Prozessor auch heute noch eine starke Leistung und verlängert die Lebensdauer bestehender AM4-PCs deutlich. Wer hingegen einen komplett neuen Rechner plant, sollte auch modernere Plattformen in Betracht ziehen.

Für neue Gaming-Systeme bietet sich beispielsweise der Ryzen 7 7600X3D auf der aktuellen AM5-Plattform an, der in Spielen nochmals spürbar schneller arbeitet. Wer neben Gaming auch produktive Anwendungen nutzt, findet im Intel Core i7-14700K der Raptop Lake Refresh Serie eine leistungsstarke Alternative. Der Intel-Prozessor überzeugt insbesondere bei Multithreading-Aufgaben und liefert in Verbindung mit DDR5-Arbeitsspeicher ebenfalls eine sehr hohe Gaming-Leistung.

Die aktuelle Preisentwicklung der Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition ist vor allem das Ergebnis einer geringen Startverfügbarkeit. Da AMD eine fortlaufende Produktion bestätigt hat, besteht derzeit kein Grund, überhöhte Preise auf dem Zweitmarkt zu bezahlen.

Quelle: Tom's Hardware

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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