Steam Machine mit Windows 11 zeigt SteamOS-Leistung

Benchmark-Vergleich von SteamOS und Windows 11 zeigt geringe Unterschiede

Wer eine Steam Machine besitzt, muss sich längst nicht mehr auf SteamOS beschränken. Dank der kürzlich veröffentlichten offiziellen Windows-Treiber lässt sich das System problemlos mit Windows 11 betreiben. Doch lohnt sich der Wechsel überhaupt? Neue Benchmarks liefern darauf eine klare Antwort: Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht.

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Während SteamOS konsequent auf Gaming optimiert wurde, spielt Windows 11 seine Stärken bei klassischen Desktop-Anwendungen aus. Das zeigen bereits die synthetischen Benchmarks. In Geekbench 6 erreicht die Steam Machine unter Windows 11 rund 22 Prozent mehr Multi-Core-Leistung als unter SteamOS. Die Single-Core-Performance bleibt dagegen nahezu identisch. Auch Cinebench 2024 bestätigt diesen Trend mit 99 Punkten im Single-Core- und 554 Punkten im Multi-Core-Test. Für ein kompaktes Wohnzimmer-System sind das solide Werte, auch wenn sie erwartungsgemäß nicht an ausgewachsene Desktop-Prozessoren heranreichen. Wer seine Steam Machine nicht ausschließlich zum Spielen nutzt, sondern auch für Office-Anwendungen, Medienbearbeitung oder andere Desktop-Programme einsetzen möchte, profitiert somit durchaus von Microsofts Betriebssystem.

Interessanter wird der Vergleich allerdings bei Spielen. Hier zeigt sich schnell, dass weder SteamOS noch Windows 11 grundsätzlich schneller ist. In „Shadow of the Tomb Raider“ kann Windows 11 leichte Vorteile verbuchen. Sowohl in FullHD als auch in 4K werden etwas höhere Bildraten erzielt. Lediglich bei 1440p liegt SteamOS knapp vorne.
Bei „Cyberpunk 2077“ kehrt sich das Bild um. Das Linux-basierte SteamOS liefert sowohl in 1080p als auch in 1440p messbare Vorteile gegenüber Windows. Native 4K bleibt allerdings unabhängig vom Betriebssystem außerhalb der praktischen Möglichkeiten der Hardware – beide Plattformen erreichen lediglich rund 20 Bilder pro Sekunde.
Auch Horizon Zero Dawn Remastered zeigt, wie eng beide Betriebssysteme inzwischen beieinander liegen. Je nach Auflösung wechseln sich Windows und SteamOS mit kleinen Performance-Vorteilen ab, ohne dass sich ein klarer Trend erkennen lässt.

Die Ergebnisse zeigen, wie ausgereift SteamOS mittlerweile ist. Obwohl das Betriebssystem auf Linux basiert und viele Spiele über Valves Proton-Kompatibilitätsschicht ausführt, kann es Windows in mehreren Titeln problemlos Paroli bieten oder sogar leicht übertreffen. Hinzu kommt die speziell für das Wohnzimmer entwickelte Benutzeroberfläche. SteamOS startet direkt in den Gaming-Modus, bietet eine konsolenähnliche Bedienung und ist konsequent auf eine möglichst unkomplizierte Spielerfahrung ausgelegt.

Windows 11 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Neben Steam stehen auch Plattformen wie der Microsoft Store, Epic Games Store, Battle.net oder GOG Galaxy ohne Einschränkungen zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich sämtliche klassischen Windows-Anwendungen nutzen, wodurch die Steam Machine deutlich vielseitiger wird. Interessant ist außerdem, dass Windows die integrierte RDNA-Grafikeinheit als AMD Radeon RX 7600 erkennt und vollständig über die Radeon Software unterstützt. Damit stehen sämtliche AMD-Grafikfunktionen auch unter Microsofts Betriebssystem zur Verfügung.

Quelle: ETA Prime (YouTube)

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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