2001 = Jahr des Pentium 4?

Intel zieht P4-Produktion an, mit neuem Chipsatz und billigerem RDRAM

Nach einem Bericht von CNET soll Intel die Produktion von Pentium 4 Prozessoren in diesem Jahr intensivieren. Ursprünglich war erwartet worden, dass etwa 15 Millionen P4-CPUs in 2001 hergestellt werden. Nun plant Intel aber offenbar, bis zu 20 Millionen Pentium 4 zu fertigen und diese aggressiv auf dem Markt zu positionieren. Die Folge davon könnte sein, dass Intels Gewinn in den Keller rutscht, solange der P4 noch nicht in der günstigeren 0,13µ Technologie hergestellt werden kann.

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Unterstützt werden soll die Forcierung des Pentium 4 durch den Brookdale Chipsatz, wie ebn berichtet. Dieser preiswerte Chipsatz mit Unterstützung für SDRAM soll in der zweiten Jahreshälfte eingeführt werden und dann dem P4 den Weg in die billigeren Mainstream-Systeme ebnen.
Eine Brookdale-Version mit Unterstützung für DDR SDRAM soll „so schnell wie möglich“ folgen, meinte Paul Otellini, Senior Vice President und General Manager der Intel Architecture Group. Zunächst war erwartet worden, dass der DDR-Brookdale erst Anfang 2002 erscheint, aber Intel verstärkt hier wohl seine Anstrengungen, um diesen Termin vorzuziehen.
Solange Brookdale noch nicht erhältlich ist, ist der Pentium 4 auf die Verfügbarkeit von Direct Rambus DRAM angewiesen, und hier könnte Samsung Intel unter die Arme greifen. Nach Angaben von Electronic News hat Samsung ein neues Produktionsverfahren entwickelt, mit dem die Fertigungskosten von DRDRAM um 20% gesenkt werden können. Es wurde ein Weg gefunden, kleinere Speicher-Chips als bisher herzustellen. In der 0,17µ Technologie wird die Chipgröße selbst um mindestens 5% verkleinert. Die größere Anzahl an verwendbaren Chips pro Wafer sollte dann die Produktionskosten um mindestens 20% senken.
Vielleicht ist das auch ein Weg, die Produktionsengpässe (siehe News) von Rambus-Speicher zu beseitigen.

Quelle: Verschiedene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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