Asus CUSL2 vs. QDI SynactiX 2E - Seite 3

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Asus CUSL2

Asus CUSL2
Asus gehört zweifelsohne zu den Herstellern, die für erstklassige Designs bekannt sind. Da wird auch bei dem CUSL2 in keinster Weise gespart. Inzwischen werden UDMA 33, 66 und 100 unterstützt. Wie in letzter Zeit von Asus sowieso schon gewohnt, erscheint auch dieses Board wieder mit Doppeloption, was die Einstellung des Front Side Busses und der Multiplikators angeht. Man hat die Wahl zwischen der flexibleren und einfacheren Jumperless Konfiguration im BIOS Menü oder, wenn man lieber auf Schalter und deren binären Zuständen vertraut, einem Dipswitch. Gesteckt werden kann auf dem Board auch reichlich. 3 Speicherbanke für 512 MB RAM stehen zur Verfügung, ebenso wie 1 AGP, 6 PCI und 2 CNR (Communcation und Network Riser) Slots. Der AGP-Slot ist sogar in einer besonderen Variante vorhanden. Auf dem CUSL2 findet sich nämlich ein AGP Pro Slot. Karten mit eben diesem Slot sind aber bisher noch im SoHo und Gaming Bereich kaum zu finden. Sonst gibts an Austattung noch folgendes dazu:

  • Handbuch
  • Kabel: UDMA100, IDE (UMDA33) und Floppy
  • Monitor- und Chassis-Aufkleber
  • 3 Jumper (in kleiner Plastiktüte)
  • Treiber- und Software-CD
  • Gehäuseblech für Mainboard-Anschlüsse USB, Maus, Printer etc.
  • Slot-Blech mit 2 zusätzlichen USB-Ports
  • Slot-Blech mit seriellem Anschluß
Asus CUSL2 Anschlüsse

Schaut man sich das Board von hinten an, wird einem so einiges auffallen. Da wo sich normalerweise der 2. serielle Port befindet, ist ein VGA-Anschluss von der i815E eigenen Grafiklösung auf den Chips. Der 2. COM-Port wurde auf ein Slotblech ausgelagert. Ein weiteres Slot-Blech, was man in der Schachtel findet, ist mit 2 weiteren USB-Ports versehen. Somit stehen neben den auf dem Board fest installierten 2 USB-Ports insgesamt 4 Stück an 2 USB-Controllern zur Verfügung. Will man jedoch beide der zusätzlichen Port-Slot-Bleche einbauen, muss man sich darüber im klaren sein, dass man dafür immer einen der PCI- oder den CNR-Slot opfert.
Ein weiteres besonderes Feature ist die Anschlussmöglichkeit des Asus iPanels. Hierbei handelt es sich um einen 5 1/4″ Einschub mit einem LED Display, welches die wichtigsten Hardwaredaten des Boards anzeigen kann. Ebenso sind USB und Infrarot Anschlüsse sowie verschiedene Schalter an dem iPanel. Daurch kann man nicht nur Hardwareinfos daran ablesen, sondern auch Komponenten an der Vorderseite anschliessen.

Asus CUSL2

Dokumentation
Das Handbuch ist, wie man es von Asus her kennt, sehr umfangreich. Zwar ist es nur in englischer Sprache vorhanden. Aber dennoch wird jedes Detail des Boards und seine Funktionen sehr präzise und mit vielen schematischen Schaubildern beschrieben. Auch findet man darin Beschreibungen über das BIOS Setup und wie man das BIOS aktualisiert. Es reicht bis zur Installations- und Benutzungsanleitung der beiligenden Softwarekomponenten. Hier kann eigentlich ausser dass es nur in englisch ist, nichts beanstandet werden.

Beilagen
In der Schachtel findet sich alles, was man für den Anschluss braucht und damit man auch sofort loslegen kann. Ein UDMA-Kabel für die Festplatte, ein IDE-Kabel für das CD-ROM Laufwerk und ein letztes Kabel für das Diskettenlaufwerk sind alle vorhanden. Es muss nichts nachgekauft werden.
Auf der beiliegenden CD findet man die Intel i8xx Chipsatz INF Dateien und die Treiber für die i815E Grafiklösung. Dazu gibts noch die Monitoringsoftware PC-Probe, den Intel LAN Desk Manager, den Yamaha Softsynthesizer sowie die Antivirus Software PC-Cillin 98.
Legt man die CD in das Laufwerk, leitet einen die Autostart Datei direkt in das Auswahlmenü, wo man die einzelnen Komponenten zur Installation auswählen kann. Viele Optionen hat der Anwender hierbei nicht, aber die Installationen verliefen beim Test alle problemlos.

Asus CUSL2 Sockel und Umfeld

Overclocking
Die Übertaktungsmöglichkeiten des CUSL2 BIOS-Setups sind fast unbegrenzt. Am einfachsten ist es, die Kernspannung der CPU in 0,05V-Schritten von 1,70V bis 2.00V einzustellen. Bei den FSB/Speicher-Settings wirds dann schon komplizierter…
Dies liegt an den vier zur Verfügung stehenden „Frequency Ratio“ Einstellungen (FSB/RAM/PCI): 66/100/33, 100/100/33, 133/133/33, 133/100/33. Abhängig von dieser Einstellung werden dem User immer andere FSB-Möglichkeiten angeboten. Auf Basis von 100/100/33 z.B. kann man fast stufenlos wählen von 100/100/33 bis 132/132/44 für FSB/RAM/PCI. Bei der Frequency Ratio von 133/133/33 gehen die Einstellungsmöglichkeiten bis hinauf zu 166/166/41.
Es gibt aber auch eine halb-automatische Einstellung von FSB und Speichertakt. Hier gibt man schon das Ergebnis vor, also die endgültige Taktfrequenz des Prozessor, und das BIOS-Setup stellt daraufhin FSB und RAM-Takt ein. Bei unserer Test-CPU, dem P3-800EB, werden einem Taktraten von 810, 816, 822, 828,… bis 1296 MHz angeboten. Beispiele: Das BIOS-Setup stellt für 900 MHz eine Ratio von 150/112/37, für 1002 MHz eine Ratio von 167/125/42, für 1104 MHz eine Ratio von 184/138/46 und für das Maximum von 1296 MHz eine Frequency Ratio von 216/162/54 vor. Ob letztere Einstellungen in der Praxis auch erreichbar sind, muss aber bezeifelt werden.
Unser Pentium III 800EB war allerdings durchaus bereit, auf dem Asus CUSL2 auch mit 1002 MHz stabil zu laufen! Dazu genügte eine Anhebung des VCore um 0,1V auf 1,8V. Dann war ein FSB/RAM/PCI-Setting von 167/125/42 problemlos machbar. Einen RAM-Takt von 150 MHz und mehr hat unser Speichermodul leider nicht mitgemacht.
Übrigens ist eine Übertaktung durch zu gewagte Einstellungen im BIOS-Setup kein großes Problem. Wenn das System nicht mehr hochfahren will, genügt ein einfacher Reset und das CUSL2 fährt in einem sogenannten „Safe Mode“ hoch, bei dem garantiert lauffähige 66MHz Front Side Bus vorgegeben sind.

Fazit
Das Asus CUSL2 lässt eigentlich keinerlei Wünsche offen. Einmal mehr zeigt Asus, was Referenz bedeutet. Die Austattung ist reichlich ausgefallen, es ist alles dabei, damit einem Plug and Play Einsatz nichts im Wege steht. Auch an Overclockingmöglichkeiten stehen einem Tür und Tor weit offen. In Verbindung mit Stabilität und guter Performance sucht das CUSL2 in dieser Klasse sicherlich Seinesgleichen.
Einen Kritikpunkt hatten wir dann allerdings doch. Ziemlich nahe am Sockel befinden sich 7 Kondensatoren, welche je nach Prozessorkühler beim Einbau von genau diesem hinderlich sein können.
Diese Qualität lässt sich Asus allerdings auch gut bezahlen. Wer sich diesen Mercedes unter den i815E Mainboards kaufen will, der muss schon etwas mehr berappen, denn das CUSL2 liegt durchschnittlich 50,- bis 100,- DM über den anderen i815E Boards. Aber reichlich Ausstattung und gute Overclockingmöglichkeiten rechtfertigen diesen Mehrpreis.

Kommen wir abschliessend zur folgender Wertung des Asus CUSL2:

Asus CUSL2 Wertung

Aufgrund der guten Ergebnisse in unserem Test verleihen wir dem Asus CUSL2 unserem goldenen hartware-Award „Top Product“! Glückwunsch!

Jürgen Stosch

Senior-Redakteur und Community Manager

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